
Die US Zollbehörden fanden jetzt, kurz vor seinem Export nach Polen, einen 1981 Ferrari 308 GTSi in den Container im Hafen von Los Angeles. Das rote Prachtstück (Tom Selleck fuhr übrigens einen wie diesen in der Kult-TV-Serie „Magnum“) hat nun 45.000 Meilen auf dem Zähler und wird auf 50.000 Dollar geschätzt. Eine doppelte Fahrgestellnummer (eine von einem 1982 Ferrari und eine von einem Fahrzeug, das bereits 2005 nach Norwegen verschifft wurde) brachte die Behörden auf die Fährte. Immerhin werden durchschnittlich 500 Fahrzeuge über diesen Hafen verschifft. Am 19. Juli 1987 war der Wagen in Orange County, USA gestohlen worden. Der ehemalige Besitzer, der damals von der Versicherung entschädigt wurde, möchte gerne anonym bleiben. Der Käufer in Polen dürfte noch ein bisschen länger auf den roten Italiener warten müssen …
Drei Generationen erfreuten sich an diesem Oldtimer. Kay Lorenzato, deren Ehemann der letzte Besitzer in den 1950er Jahren war, freute sich das Gefärht zu sehen, nachdem es von Leicestershire bis ins Heritage Center von Vauxhall gefahren worden war.
Der Oldtimer, der den Namen Alice trägt, ist der originalste erhaltene Vauxhall 23/60s aus einer Gesamtproduktionszahl von 1300 Exemplaren, die in der berühmten Kimpton Road Factory zwischen 1922 und 1926 hergestellt wurden. Zum letzten Mal war Alice – noch funktionierend – im Jahr 1964 bei einem Meeting gesehen worden, bevor sie für viele Jahre in der Garage verschwand. Der Wagen zeigt jetzt die Spuren eines 93jährigen Lebens – alles wir wohl konserviert um alles zu erhalten. Selbst die originalen Ledersitze konnten gerettet werden.
Die Beifahrerseite des Porsche ist in einem matten Mintgrün lackiert, durchbrochen von etlichen Rostflecken. An der Innenseite der Tür ist Bauschaum zu sehen, mit dem Löcher provisorisch gefüllt wurden. Die Fahrertür schimmert hingegen in glänzendem Rubinrot, dem Farbton der Auslieferung. Von Rost und Bauschaum ist hier keine Spur mehr. Nicht nur die Fahrerseite, sondern auch das Heck wurde fachgerecht mit Glasurit-Produkten restauriert. Von hinten betrachtet wirkt der 356er, als habe er gerade das Werkstor passiert.
Knapp 100 Zuschauer kamen Mitte März in das Refinish Competence Center (RCC) auf dem Werkgelände der BASF in Münster zu einer Abendveranstaltung, bei der erstmalig ein teilrestaurierter Porsche 356 aus dem Jahr 1963 zu sehen war.
Jürgen Book, Leiter Prozessmanagement Reparaturlacke EMEA beim Unternehmensbereich Coatings der BASF, ging in seinem Vortrag bei der Veranstaltung im RCC auf die Arbeitsschritte bei der Restaurierung ein. „Der Porsche wurde nach seiner Auslieferung intensiv genutzt und nicht wirklich behutsam behandelt. Die Pflege einer automobilen Kostbarkeit spielte zu der Zeit keine Rolle. Das Fahrzeug mit seiner Teilrestaurierung eignet sich deswegen ideal, um unsere Lackkompetenz im Bereich Young- und Oldtimer vorzustellen“, sagte Book. Die BASF Autoreparaturlackmarke Glasurit bietet unter dem Namen „Classic Car Colors“ mit über 100 Jahren Erfahrung Oldtimer-Freunden professionelle Unterstützung, wenn es um den Lack ihrer Lieblingsstücke geht.
Eigentümer des Porsche 356 ist Dieter Ambrosy, langjähriger Glasurit-Kunde, anerkannter Restaurierungs-Spezialist und Besitzer einer umfassenden Sammlung von Porsche-Klassikern in den unterschiedlichsten Erhaltungszuständen. In enger Absprache mit den Glasurit-Experten um Jürgen Book restaurierte Ambrosy mit seiner Werkstatt-Mannschaft das Heck des 356er. Insgesamt 400 Stunden ohne Montage haben sie bisher in den Wiederaufbau investiert.
„Bei der Bewertung von Old- und Youngtimer steht verstärkt die Originalität im Vordergrund“, erklärte Book. Je besser demnach die Lackierung dem Originallack nachempfunden ist, desto mehr trägt sie zur Werterhaltung und gegebenenfalls zur Wertsteigerung des Autos bei.
Vom 6. bis 10. April wird der teilrestaurierte Porsche auf der größten Oldtimer-Messe der Welt, der Techno Classica in Essen, am Glasurit-Stand in Halle 2, Stand 115 ausgestellt. Danach wird er zwölf Monate lang im Rahmen von Ausstellungen und anderen Veranstaltungen in Europa, Afrika und dem Nahen Osten zu sehen sein. Sobald die Tour beendet ist, wird weiterrestauriert, damit der Porsche 356 B zum Schluss wieder in neuem alten Glanz erstrahlt.
Weitere Infos: www.glasurit.com/de/glasurit-classic–car–colors
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Die Karrieren von Auto und Film verliefen stets synchron. 1891, fünf Jahre nach Erfindung des Automobils stellte Thomas Edison seinen „Cinematografen“ vor. 1895 war die Geburtsstunde des kommerziellen Kinos. In New York, im Berliner Wintergarten und in Paris durch die Gebrüder Gebrüder Lumière fanden öffentliche Filmvorführungen statt. Die Autogeschichte notiert für das gleiche Jahr die Gründung des französischen Automobilclubs, die Inbetriebnahme der weltweit ersten Verbindung mit einem benzingetriebenen Omnibus zwischen Siegen und Deutz im Rheinland, sowie die Gründung von Laurin & Klement im tschechischen Mladá Boleslav, aus dem Skoda hervorging.
Als im frühen 20. Jahrhunderts Stummfilme bereits Millionen in die Lichtspielhäuser lockten, emanzipierte sich das Auto von der anfälligen technischen Spielerei zum massentauglichen Verkehrsmittel. Besonders seit 1907 Henry Ford mit der Einführung der Fließbandfertigung seines T-Modell dafür gesorgt hatte, dass Autos auch für Arbeiter erschwinglich wurden. Kein Wunder, dass die Filmstars jener Tage von Charlie Chaplin über Buster Keaton, Roscoe „Fatty“ Arbuckle oder Ben Turpin sich damit übertrafen, ihr Publikum mit immer gewagteren Autostunts zu unterhalten. Fords „Tin Lizzy“ wurde so der erste Auto-Superstar der Filmgeschichte.
Die Chronik aller Filmautos könnte Bände füllen. Was wäre James Bond in seinen frühen Abenteuern „Goldfinger“ und „Feuerball“ ohne den unsterblichen Aston Martin DB 5? Hätte die Trilogie „Zurück in die Zukunft“ ihren Kultstatus erlangt, wenn Regisseur Robert Zemeckis vor mehr als 30 Jahren seiner ursprünglichen Intension gefolgt wäre, den „Fluxkompensator“ für die Zeitreisen in einen Kühlschrank statt in Doc Emmet Browns DeLorean zu verbauen? – Eher nicht.

Manche Autos durften sogar Hauptrollen übernehmen, wie der Volkswagen im „Tollen Käfer“ (Herbie). Unvergessen auch der rot weiße Plymouth Fury in „Christine“, der kongenialen Verfilmung des gleichnamigen Horrorklassikers von Stephen King. Und nicht zuletzt wäre der amerikanische Thriller „Bullit“ von 1968 längst in der cineastischen Belanglosigkeit versunken, wenn Steve McQueen mit seinem Ford Mustang auf der Jagd nach einem Dodge Challenger nicht die bis heute immer noch längste und aufregendste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte auf die Straßen von San Francisco gezaubert hätte.

Für traditionsreiche Hersteller wie Skoda oder Mercedes mit ihren weit über hundertjährigen Firmengeschichten eröffnet das Filmsponsoring die unterschiedlichsten Aspekte. Neben spektakulären Veranstaltungen erlaubt das breite Spektrum des Mediums Film auch Unterstützung abseits des großen Mainstreamkinos. Skoda fördert beispielsweise auch das Hamburger Filmfest mit seinem Shuttledienst, Mercedes unterstützt den kritischen Filmemacher Alexander Kluge bei seinen Projekten. BMW engagierte sich im vergangenen Jahr im Rahmen des Münchener Kunstfilmfestivals „Kino der Kunst“ einem internationalen Wettbewerb für junge Filmkünstler unter 35 Jahren.

Wenn es um historische Filmstoffe geht und die Ausstattung mit authentischen Fahrzeugen, gehen Hersteller den Produktionen gerne mit Autos aus ihrem Traditionsfundus zur Hand. Mercedes stellte in den letzten 100 Jahren beispielsweise Fahrzeuge bei über 500 Spielfilmproduktionen und ungezählten Fernsehserien auf der ganzen Welt zur Verfügung. Das müssen nicht die glänzenden Topmodelle sein, wie das Beispiel „Russendisko“ von 2012 zeigt. In der Verfilmung des russischen Bestsellers von Vladimir Kaminer glänzt in der Hauptrolle, neben Matthias Schweighöfer ein Mercedes „Strich/Acht“ aus den frühen Siebzigern.
Die Strategie vieler Autohersteller, Filmproduktionen nicht nur mit aktuellen Fahrzeugen oder Oldtimern zu unterstützen, sondern für Science-Fiction-Filme sogar futuristische Eigenbauten auf die Räder zu stellen, wie beispielsweise Audi für den US-Streifen „I Robot“ von 2004, verfolgte Skoda bereits vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Für eine Verfilmung des Romans „Vampir Ltd.“ des bedeutendsten tschechischen Science-Fiction-Autors Josef Nesvadba lieferte das Unternehmen das aufsehenerregende Unikat eines futuristischen Sportwagens. Der „Ferat Vampir“ entstand auf Basis der Studie Skoda 110 Super Sport, den Skoda als Studie für die Autoshow in Brüssel 1972 vorbereitet hatte und der im Westen viel Lob für seinen mutigen Entwurf sammeln konnte. Das schwarze Filmauto zählt noch heute zu den Highlights im Werksmuseum von Skoda.

Die Unterstützung von Filmen und Filmfestivals ist bei den engagierten Autoherstellern nur ein Aspekt einer umfassenden Kunstförderung. Eine wichtige Veranstaltung für die Marke ist seit 2014 auch der „Echo“, der renommierteste deutsche Musikpreis. Für die Mobilität der Künstler und Ehrengäste ist eine Logistik erforderlich, die sich in eindrucksvollen Zahlen niederschlägt: 98 Fahrzeuge und 100 Mitarbeiter, rund 1000 Einzelfahrten, bei denen mehr als 30 000 Kilometer zurückgelegt werden.
]]>Platz eins in der Rangliste der Fahrzeuge mit der höchsten Wertsteigerung gegenüber dem Vorjahr hat erstmals ein Oldtimer einer japanischen Marke erobert: Der Toyota Celicia Coupé der Baujahre 1972 bis 1978 steht mit Abstand ganz vorne. Dahinter folgt ein US-Amerikaner: Der Pontiac Firebird der Baujahre 1978 und 1979 war Zweitbester im Wertzuwachs. Den dritten Rang belegt der Porsche 356 C mit 75 PS, der 1964 und 1965 gebaut wurde. Dahinter folgt der Ferrari 328 GTS (Baujahre 1985–1988). Platz fünf belegt der Mercedes-Benz 280 SL (1968–1971) – besser bekannt als Pagode. Ein interessanter Aufsteiger ist auf Platz neun ist der Mazda MX-5 der ersten Generation (1989–1994).
Die Rangliste der Fahrzeuge mit dem stärksten Wertzuwachs seit Beginn der Index-Berechnung führt dagegen wieder eine Auto-Legende an: Der Mercedes-Benz 300 SL (Flügeltürer) hat seit 1999 am stärksten zugelegt. Auf Platz zwei folgt eine weitere Ikone der Automobilgeschichte, nämlich der VW „Bulli“ (VW Bus Typ 2, T2). Den dritten Platz hat die „Ente“ (Citroen 2CV 6) inne. Beide Fahrzeuge haben ihre hohen Wertzuwächse in den vergangenen 15 Jahren auch einem relativ geringen Ausgangsniveau zu verdanken. Es folgt ein weiteres Modelle aus dem Segment der Alltagsfahrzeuge der 1970er Jahre: der Ford Escort 1100 S (Baujahre 1968–1970). Die fünfbeste Wertperformance seit 1999 weist der Porsche 924 Coupé (Baujahre 1976–1979) auf.
Der Deutsche Oldtimer Index wird im Auftrag des VDA vom Bochumer Bewertungsspezialisten Classic-Analytics erstellt. Für die Ermittlung des Index werden 88 Fahrzeuge ausgewählt, die aufgrund ihrer Spezifikationen, ihres Herstellerlandes sowie ihrer Häufigkeit den deutschen Oldtimer-Markt repräsentativ abbilden. Die aktuellen Zulassungszahlen werden bei der Berechnung berücksichtigt.
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