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Sein Name steht für Kraft, Geschwindigkeit und Perfektion. Seine Fahrzeuge beherrschten die Rennstrecken der Welt. Im Jahr 2012 feierte die Marke Shelby ihr 50. Jubiläum und musste zeitgleich einen herben Schlag hinnehmen: Unternehmensgründer Carroll Shelby verstarb im Alter von 89 Jahren.
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Carroll Shelby hatte eine erstaunliche Karriere hingelegt. Geboren wurde er 1923 in East Texas als Sohn eines Postbeamten. Nachdem er im 2. Weltkrieg als Pilot diente, kehrte er zurück nach Texas und gründete eine Hühnerfarm und ein kleines Unternehmen mit Müllfahrzeugen. Das war nun wirklich nicht sonderlich spannend für einen Mann mit Benzin im Blut. Shelby wollte Veränderung, war neugierig genug, um sich einem Unternehmen von Freunden, die mit Renn- und Sportfahrzeugen handelten, zu beteiligen. Hier entdeckte Shelby seine Leidenschaft für den Rennsport. Jim und Dick Hall und Carroll Shelby begannen mit dem Bau der ersten „Scaglietti Corvettes“, die auf der Chevrolet Corvette basierten. Shelby fuhr seine ersten Rennen in einem umgebauten 1932 Ford.
Eine kleine Tragödie veranlasste Shelby sein Leben umzuorganisieren. Eine Seuche hatte alle Hühner seiner Farm dahin gerafft – da fiel die Entscheidung nur noch Rennen zu fahren nicht ganz so schwer. Anfangs fiel er überall auf, weil er noch in den Arbeitsanzügen seiner Hühnerfarm fuhr, doch bald gestaltete er sich einen eigenen Rennanzug mit zwei Streifen. Diese beiden Streifen wurden zu seinem Markenzeichen.
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Innerhalb weniger Jahre wurde Shelby im Renn-Zirkus zur Ikone. Er fuhr für Ferrari, Aston Martin und Maserati. Er brachte eindrucksvolle Siege wie zum Beispiel die 24 Stunden von Le Mans ein. Gleich zweimal wurde er von dem Amgazin Sports Illustrated mit dem Titel „ Driver of the year“ ausgezeichnet.
Eine Herzschwäche zwang den Champ allerdings Anfang der 60er Jahre mit dem Rennsport aufzuhören. Doch das bremste Carroll Shelby nicht aus. Er widmete sich dem Design von Rennfahrzeugen. Er glaubte an die Kombination von kraftvollen Motoren und bester Technik. Seine Idee: Ein kraftvoller 283 ccm Motor, in einem Chassis des britischen AC Ace, da der englische Hersteller seinen Motoren Lieferanten verloren hatte. Doch General Motors war davon nicht ganz so begeistert – man witterte wohl Konkurrenz zu eigenen Modellen.
Endlich! 1962 konnte Shelby seine Vorstellungen mit Ford umsetzen. Er gründete die Firma „Shelby American“ und baute den Ford Motor in einen leichten AC Ace ein. Dieses mit dem Namen Cobra versehene Fahrzeug wurde 1962 auf der New York Motor Show vorgestellt. Es sollte die Automobilindustrie auf den Kopf stellen.
Bald machte sich Shelby an eine eigene Rennversionen seiner Cobra als Coupés und als offene Tourenwagen. Mit einem europäischen Team ging er international an den Start. Den eigenen Rennstall erweiterte Shelby noch mit einigen Ford Gts. 1966 war er der erste Mann, der die 24 Stunden von Le Mans als Fahrer, Rennstallbesitzer und Hersteller gewann, da die Ford Gts den Gesamtsieg einholten und die Daytona Cobra den Klassensieg.
Carrol Shelby war ein Visionär und seine automobilen Kreationen brachten Würze und Sound in die Automobilgeschichte. Er bleibt unvergessen.


