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Alle alten Ventilführungen sind nun ausgebaut und die Bohrungen der Ventilführungen werden nun mit einer entsprechend großen Hohnbürste gereinigt.
Sehen Sie hier das Video über das Einpressen von Ventilführungen
Dabei soll nur der Schmutz entfernt werden. Die neuen Ventilführungen werden vorbereitet. Ab nun gilt die Regel, dass alles klinisch sauber gehandhabt wird, denn kleinste Schmutzpartikel können zum Verkanten der Ventilführungen führen.
Der Spezialist misst nun alle Ventilführungen mit einem Mikrometer durch und überprüft, ob alle Führungen den gleichen Durchmesser ohne größere Abweichungen haben. Auch die Bohrungen im Zylinderkopf werden mit einer Messuhr einzeln überprüft. Die Bohrungen müssen alle etwas kleiner sein, damit die Ventilführungen eine exakte Passung haben und auch fest sitzen. Dieser stramme Sitz bewegt sich im tausendstel Bereich, ist aber notwendig, da sich der Kopf unter Last des Motors stark erwärmt und sich das Material ausdehnt. Wäre der Sitz zu locker, würden die Ventilführungen samt Ventil herausfallen.
An der Drehbank können nun die scharfen Kanten an den Ventilsitzen noch leicht schräg abgedreht werden, damit die Ventilführungen sich leichter in die Bohrungen einführen lassen. Diesen Vorgang nennt man Entgraten. Nach dem Abdrehen müssen die abgedrehten Kanten noch mit einem feinen Schleifpapier geläppt werden. Dieser angebrachte Kegel hat aber auch eine weitere Funktion. Sitzt die Ventilführung im Strömungslauf des Ansaugkanals, wird an der Ventilführung ein Kegel in einem Winkel von etwa 7° geschnitten. Dies begünstigt somit auch den Strömungslauf des Kraftstoff-Gemischs.
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Bevor es nun an das Einpressen der Ventilführungen geht, werden alle neuen Ventil-Führungen nochmals gereinigt. Ähnlich wie beim Auspressen der Ventilführungen werden nun die neuen Führungen wiederum ebenfalls an der Presse eingesetzt. Ein Spezialdorn, der zum Teil soweit über der Ventilführung sitzt, dass er beim Einpressen die Tiefe vorgibt, wird auf die Ventilführung gesetzt. Ein Zentrierstift wird vor dem Einpressen in die Bohrung der Ventilführung gesetzt. Dieser Zentrierstift garantiert die gerade Führung des Ventilsitzes während des Einpressens, ohne sich zu verkanten. Vorsichtig wird nun mit der Presse die Führung in den Zylinderkopf gepresst. Der Dorn sitzt irgendwann auf dem Zylinderkopf auf. In diesem Fall ist die Einbautiefe erreicht und die Ventil Führung sitzt perfekt im Zylinderkopf.

