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Die Kontaktflächen der Ventile können bei gebrauchten Ventilen durchaus leichte Abnutzungs-Spuren aufweisen, z.B. leichte Fress-Spuren durch entstandene Korrosion oder Einbrand.
Sehen Sie hier das exklusive Video über die Aufbereitung eines Zylinderkopfes.
Daher müssen auch die Ventile leicht angeschliffen werden, um später einen perfekten Kontakt mit dem Ventilsitz zu haben. Das Ventil wird in eine rotierende Spann-Halterung eingespannt und in dem Winkel der Ventilsitzkontaktfläche an einen gegenläufig rotierenden Schleifstein herangeführt. Die Kühlflüssigkeit verhindert eine Überhitzung während des Schleifens. Mit dieser Technik erhält man eine perfekt plane Sitzkontaktfläche. Der Schleifstein muss jedoch häufig gewartet werden, da er immer genau plan sein muss um keine Wölbung in die Kontaktfläche zu schleifen. So wird jedes einzelne Ventil entsprechend geschliffen und für den Einbau vorbereitet.
Aber auch die Kipphebelauflage weist oft leichte Abnutzungsspuren auf. Daher wird auch diese Fläche, auf die die Kipphebel während des Funktionslaufs immer wieder aufschlagen, entsprechend geschliffen, um sie zu planen.
In der Zwischenzeit ist nun auch das Planen des Zylinderkopfes abgeschlossen. Die Fläche wird gereinigt und der Zylinderkopf ausgespannt.
Im nächsten Schritt werden nun die Ventile testweise in die Ventilführungen eingesetzt. Bei manchen der Führungen sind die Ventile noch etwas schwer gängig. Dies liegt an dem Innenmaß der Ventilführungen. Der Innendurchmesser muss noch entsprechend angepasst werden, damit sich die Ventile im Lauf nicht festfressen oder Stauchen.
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Ventilführungen ahlen
Zuerst einmal werden alle Ventile in ihre entsprechenden Ventilführungen eingepasst. Manche Ventilführungen weisen auch bereits das perfekte Maß auf. Die Ventile dürfen, wenn sie teilweise in der Ventilführungsitzen, nur ein ganz geringes vorgegebenes Maß an Spiel aufweisen. Dieses Spiel, auch Schlag genannt, liegt in der Regel bei etwa maximal 0,025 mm. Ist der Schlag größer, kann auch der Ventilschaft bereits Abnutzungserscheinungen aufweisen. Tritt zwischen Ventilführung und Ventilschaft ein zu großes Spiel auf, kann es passieren, dass Öl durch diese Lücke in den Verbrennungsraum gelangt, wobei erhöhter Ölverbrauch eintritt und starke Koks und Verbrennungsrückstände an den Ventilen verbleiben. Der zu große Schlag führt auch dazu, das Ventil und Ventilsitz über kurz oder lang beschädigt werden.
Wenn aber das Ventil nur schwer in die Ventil Führung einzuführen ist, muss die Ventil Führung soweit geahlt werden, bis der Ventil Schaft perfekt passt. Der Ventil Schaft wird dazu gemessen. Der Durchmesser wird auf eine Reibahle übertragen. Um zu vermeiden, dass beim Ahlen der Ventil Führungen Rattermarken oder eine konische Bohrung entsteht, oder sich sogar das Werkzeug verwindet, wird die Ahle über eine Führungsbuchse die im Ventilsitz festgehalten wird, geführt. Die eine Hand fixiert die Führungsbuchse, die andere dreht an dem Windeisen mit der Reibahle. Nach dem reiben wird der Ventil Schaft nochmals vorsichtig in die Ventil Führung eingeführt. Das Einreiben muss sehr vorsichtig geschehen, dass nicht zu viel Material abgetragen wird. Nach dem Einreiben sollte der Ventil Schaft weich und ohne Spiel in der Ventil Führung laufen.

