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Kleine Dellen an der Oldtimer-Karosserie sind ein Ärgernis. Mit Smart Repair können solche Dellen ohne große Karosserie- und Lackierarbeiten beseitigt werden.
Bevor allerdings mit der Arbeit begonnen wird, muss die betroffene Stelle auf jeden Fall gewaschen und aufpoliert werden. Der Lack sollte für die weiteren Arbeiten sauber und absolut glatt sein, damit z.B. der Ausbeulkleber für die kleinen Zugadapter gut haften kann. Die verwendete Politur sollte silikonfrei sein, damit keine Silikonrückstände auf dem Lack zurückbleiben, die die Haftung des Klebers verhindern.
Bei kleineren und weniger komplizierten Dellen kann man sich als versierter Schrauber mit handwerklichem Geschick auch selber helfen. Man benötigt lediglich eine kleine Grundausstattung. Nützliche Werkzeuge sind auf jeden Fall: Heißluftpistole, Gummihammer, Saugnapf (Zur Not auch ein Saugnapf von einer Navi-Halterung), Glasreiniger, leichter Kugelhammer, Rückschlagdorn aus Kunststoff, kleiner Gleithammer und eine Dellenzieher-Zange.
Da es sich beim Dellenziehen um eine Kaltverformung handelt, muss der Lack, bzw. das Blech eine bestimmte Temperatur haben, damit der Lack elastisch bleibt und nicht reißt oder splittert. Deshalb sollten Ausbeularbeiten nur bei warmen Temperaturen, in der beheizten Garage oder unter Erhitzung mit der Heißluftpistole vorgenommen werden. Bevor wir mit entsprechendem Dellenzieher Werkzeug an die Arbeit gehen, muss zuerst die Spannung aus der Dellen herausgenommen werden. Würden wir dies nicht machen, hat die Delle eine so hohe Verzug-Spannung, dass das Herausziehen mit dem Ziehwerkzeug nicht möglich sein wird. Der Zugadapter mit dem Kleber würde sich beim Ziehen jedes Mal lösen, ohne eine Rückverformung erreicht zu haben. Das Umformen der Delle hängt von der Form der Delle ab. Hat die Delle an den Enden eine spitze Falte, muss zu allererst diese Falte aufgeweitet, sprich abgeflacht werden. Ansonsten würde stets diese spitze Falte bleiben. Das Aufweiten erfolgt punktuell, sprich der Rückschlagdorn wird punktuell auf die Spitze der Falte aufgesetzt und mit einem leichten Hammer vorsichtig geklopft. Ähnlich verfährt man bei kantigen Rändern der Delle. Die Delle wird dadurch zwar erst einmal tiefer, lässt sich aber anschließend leichter herauszeihen. Wenn die Falten nicht mehr zu erkennen sind, kann die Delle geschlichtet werden. Der Rückschlagdorn wird dabei kreisförmig rund um den Delle Rand geführt und mit leichten sanften Schlägen geklopft.
Die Delle herausziehen
Im nächsten Schritt kommen nun die Zugadapter mit der Dellziehzange oder dem Gleithammer in Einsatz. Bevor die neu gekauften Zugadapter verwendet werden können, sollte die Oberfläche der Zugadapter vorbereitet werden. Die Oberfläche hat zwar eingeprägte Ringe, doch der Kunststoff ist sehr glatt und löst sich schnell von dem Spezialkleber. Mit einem kleinen Brenner oder einem Feuerzeug wird die Oberfläche so lange erhitzt, bis sich kleine Bläschen an der Oberfläche bilden. Dadurch wird die Oberfläche rauer und die Poren des Kunststoffs haben sich geöffnet. Der Kleber bindet sich besser mit dem Zugadapter.
Auf die Zugadapter wird nun der Spezialkleber aufgebracht. Dieser Kleber kommt aus der Heißklebepistole und muss die gesamte Fläche des Zugadapters gleichmäßig ausfüllen.
Bei tieferen Dellen kommt zuerst einmal der Gleithammer zum Einsatz. Der Zugadapter wird mit dem Gleithammer verbunden und die Delle mit leichten Schlägen herausgezogen. Der Gleithammer wird fest gehalten und das Gleitgewicht für jeden Schlag an das Ende des Gleithammers gezogen. Durch den Zug wölbt sich die Delle leicht nach außen. Im besten Fall, kann die Delle so ganz geglättet werden. Dies ist aber in der Regel eher unwahrscheinlich. Eventuell muss man nun nochmals mit dem Rückschlagdorn kreisförmig um die Delle herum mit leichten Schlägen abklopfen.
