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Sicherlich ist bei Ihnen beim Sickenformen auch schon folgendes Problem aufgetreten. Formt man längere durchgehende Sicken in ein Blech, dann tritt folgendes Phänomen auf.
Die Sicken sind zwar perfekt geworden, aber das Blech hat nun eine erhöhte Spannung und ist stark verformt. Die Spannung führt zu einem hin und her “Springen“ des Blechs, was auch deutlich zu hören ist.
Dies kommt daher, dass beim Einpressen der Sicken in das Blech, an der Stelle, an der die Sickenrollen das Blech umformen, eine Dehnung des Blechs entsteht. Das Blech wird gestreckt. Diese partielle Dehnung führt zu Spannungen innerhalb des Blechs, da das Material außen herum nicht mitgedehnt wird.
Dieser Spannung kann man durch einen sehr einfachen Trick entgegenwirken. An einer Rollenstreckmaschine wird mit einer sehr stark gerundeten Rolle das Blech, entgegen der Richtung, in der die spätere Vertiefung der Sicke entstehen soll, bearbeitet. Durch das Rollen in der Rollenstreckmaschine entsteht nun ebenfalls eine geleichmäßige Dehnung des Blechs, weil an der Stelle, an der das Blech durch die Rollen geführt wird, das Blech gestreckt wird. Diese Dehnung erzeugt erst einmal eine Wölbung.
Nun werden die Sicken entgegen der Wölbung in das Blech geformt. Die Sickenrollen wirken dem gestreckten Blech nun entgegen und verwenden das gestreckte Material, um die Sicken zu formen.
Das Resultat zeigt, dass nun das Blech völlig ohne Spannung aus der Sickenrollenmaschine entnommen werden kann. Die beiden Streckvorgänge haben nun so gegeneinander gewirkt, dass im Blech keinerlei Spannung zurückbleibt.
