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Linieren, im Englischen auch Pinstriping genannt, zählt zu den alten Handwerk-Künsten, die immer mehr am Aussterben sind. Besonders bei Motorrädern und älteren Oldtimer-Fahrzeugen findet man die feinen Zierlinien.
Sehen Sie hier das exklusive Video über das Linieren an Oldtimern.
Die Technik des Linierens erfolgt mit sogenannten Schlepp-Pinseln, die es in den verschiedensten Formen und Breiten gibt.
Der typischste Pinsel ist der sogenannte Schwertschlepper. Ein Keilförmiger Pinsel mit einer sehr feinen Spitze.
Eine weitere Form des Pinsels ist der sogenannte Linierschlepper. Ein sehr langer gleichmäßiger Pinsel, mit dem nur eine Linienstärke gezogen werden kann. Bei dieser Technik spricht man vom Schleppen.
Die 3. Form ist der reine Pinstriping Pinsel, mit dem auch Ornamente und Verzierungen gezogen werden können.
Der Schlepp-Pinsel wird sehr kurz zwischen Zeige- und Daumen gehalten. Daher ist auch der Stiel des Pinsels sehr kurz. Die restlichen Finger dienen als Stütze und Führung. Am besten ist es, einen Stoffhandschuh zu tragen, bei dem die beiden Führungsfinger frei geschnitten sind. Durch diesen Handschuh kann die Hand besser gleiten. Manche Linierer verwenden auch Talkum oder Babypuder. Die zweite Hand kann als Stütze für die Führungshand dienen.
Der Pinsel wird in der Farbe gewendet, bis er gut mit der Farbe benetzt ist. Die Farbe darf nicht zu dünnflüssig sein. Die Fläche muss Fett- und Fusselfrei sein. Ist Fett auf der Oberfläche, kann es passieren, dass sich die Farbe nicht bindet und die Linie nicht gleichmäßig ist.
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Mit einem weichen Kreidestift können die Linien vorgezeichnet werden. Bevor es an das Fahrzeug geht, sollte man sich erst einmal mit der Technik vertraut machen und einige Übungen absolvieren.
Wir beginnen mit dem Schwertschlepper-Pinsel. Der mit Farbe getränkte Pinsel wird angesetzt und soweit abgesenkt, dass die gewünschte Linienbreite erreicht ist. Dann wird der Pinsel ruhig und gleichmäßig gezogen, bzw. geschleppt. So wird die Farbe in einer gleichmäßigen Linie aufgetragen.
Je nachdem, wie weit der Pinsel abgesenkt wird, desto dicker wird die Linie. Eine gute Übung ist es, verschieden Breite Linien parallel zueinander zu schleppen. Damit erzielt man sehr schnell ein Gefühl für das gleichmäßige Schleppen.
Muss die Linie einmal abgesetzt werden, z.B. weil die Farbe ausgeht, kann die Linie durchaus fortgesetzt werden. Der Pinsel wird wieder auf die Linie aufgesetzt und neu geschleppt. So erreicht man einen unsichtbaren und gleichmäßigen Übergang.
Linien Schleppen geht durchaus leichter mit dem Linienschlepper. Durch seine gleichmäßigen Pinselhaare bleibt die Breite immer gleich. Auch hier wird der Pinsel aufgelegt und anschließend gleichmäßig geschleppt. Dieser Pinsel kann sehr flach gezogen werden. Je mehr man das Verhalten der Pinsel ausprobiert, desto sicherer wird man später am Objekt sein.

