Kategorien
Know-how Top-Themen

Wartung – Frühlingserwachen Teil 2


Notice: Undefined variable: html in /www/htdocs/w013a58a/classic-car.tv/wp-content/plugins/shortcode-developer/shortcode-developer.php(137) : runtime-created function on line 1

Der Frühling steht vor der Tür, und der Oldtimerfahrer freut sich auf die erste Ausfahrt. Vorher sollten aber noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Eine Liste an technischen Checks soll hierbei helfen.

Sehen Sie hier den zweiten Teil des Videos über die Frühlingsvorbereitung des Oldtimers

Der große Ölcheck

Bereits bei der Stilllegung wurde das Frischöl nachgefüllt, bleibt jetzt zu prüfen, ob der Ölstand noch stimmt. Eventuell muss nachgefüllt werden. Haben Sie den Wagen mit Winteröl stillgelegt, sollten Sie sich zu einem Ölwechsel auf Sommeröl entscheiden. Das Öl wird abgelassen und ein Durchwaschen mit Spülöl zwischendurch empfohlen. Das gleiche wie für Motorenöl gilt auch für Schmiermittel in Getriebe und Achsantrieb bzw. in der Zentralschmierung. Diese sollte man übrigens einmal kräftig durchtreten, nachdem man sich vergewissert hat, dass noch Öl im Behälter ist. Das reguläre Abschmieren der Schmierstellen darf nicht vergessen werden. Dazu muss der Schmiernippel erst einmal vom Schmutz befreit werden. Ebenso sollte immer die Schmierpumpe am Schlauchende gereinigt sein. Dann das Schmierfett in die Schmiernippel einpressen.
Auf alle Fälle schmiert man auch die Wasserpumpenwelle bei dieser Gelegenheit durch Anziehen der Fett­büchse bzw. Einpressen von Schmierstoff in den Nippel. Sind die Schlauchverbindungen undicht, dann muss man sie ersetzen.

[royalslider id=“163″]

Die Bremsanlage

Prüfen Sie noch bevor das Fahrzeug von den Böcken gehoben wird, ob sich alle Räder frei drehen lassen. Jedes Rad sollte sich mindestens eine Umdrehung frei drehen. Stellen Sie gegebenenfalls die Bremsbacken nach. Wenn sich von vornherein die Räder nicht drehen lassen, sind die Bremsen durch Feuchtigkeit fest. Suchen Sie in diesem Falle die Fachwerkstatt auf.
Bei der Öldruckbremse, hydraulischen Bremsanlage, wird nun geprüft, ob ausreichend Bremsflüssigkeit im Behälter ist, andernfalls Bremsflüssigkeit (nicht Motoröl!!) nachfüllen.

Die Elektrik und Zündung

Prüfen sie die Elektrik und sehen sie sich die Sicherungen an. Prüfen sie einzeln. Ersetzen sie durchgebrannte Sicherungen und machen sie auf keinen Fall eines der gelegentlich empfohlenen Experimente mit Alufolie. Das kann teuer werden da es zu einem Fahrzeugbrand führen kann.
Schalten sie das Licht ein und prüfen sie, ob alle Lampen brennen. Auch Brems- und Schlusslichter.

Prüfen sie die Zündkabel. Keines darf brüchig geworden sein oder äußerlich auf eine Stromunterbrechung hinweisen.

Schrauben sie die Zündkerzen heraus. Prüfen sie mit Hilfe einer Kerzenlehre den Elektronenabstand. Stimmt der nicht mit der Vorschrift in der Betriebsanleitung überein, können sie selbst – unter größter Vorsicht – helfen und mit einer Rundzange nach biegen. Natürlich müssen die Kerzen auch gut gereinigt werden. Am besten geht das mit Benzin und einem Messingdrahtbürstchen. Waren ihre Kerzen mehr als 10.000 km in Betrieb, empfiehlt sich gleich der Einbau eines neuen Satzes.
Wischen sie die Verteilerkappe mit einem nicht fasernden, weichen Tuch gut aus, es dürfen keine Kondenswasser-Rückstände vorhanden sein. Dann wischen sie den Verteilerläufer (Verteilerfinger) sauber. Vermutlich entdecken sie dort Schleifkohlenabrieb. Am Reifengürtel kann der Kupferpol des Verteilerfingers blank gerieben werden.

Prüfen sie den Unterbrecher. Die Kontakte müssen gut und über die ganze Fläche anliegen, und auch richtig abheben (den Motor von Hand durchdrehen). Wichtig: alles muss ganz sauber sein, es darf keine Schmorstellen geben. Falls doch, arbeiten sie mit einer kleinen, feinen Feile nach. Nehmen sie kein Schmirgelleinen, da das feine Schmirgelpulver in das Unterbrechergebergehäuse gelangen könnte und dort reiben könnte. Überprüfen sie mit einer Fühlerlehre den Kontaktabstand im Augenblick des Abhebens.