Vor 100 Jahren, am 5. August 1914, ging die erste elektrische Ampel in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) in Betrieb – ein Meilenstein für die Verkehrssteuerung.
1913 meldete James Hogue das Patent für die erste Ampel mit einem manuell gesteuerten roten und grünen Licht an. Diese erste Ampel wurde an der sehr befahrenen Kruezung Ecke 105th Street und Euclid in Cleveland aufgestellt. Der Vorteil der Ampel war, dass Polizei und Feuerwehr im Notfall die Ampel manuell umstellen konnten, wenn ein Notfall vorlag.
2 Jahre später patentierte der Amerikaner William Ghiglieri aus San Francisco die erste automatisch Ampelschaltung. Auch diese Schaltung konnte im Notfall noch manuell betätigt werden.
1920 war es dann soweit. Der Polizist William Potts erfand die ersten hängenden Ampeln, die auch in alle vier Richtungen den Verkehr regeln konnten. Diese Ampeln ließ er entlang der Woodward Avenue in Detroit an allen Kreuzungen aufhängen. Es waren auch die ersten Ampeln, die ein oranges Warnlicht hatten, um die Umschaltphasen anzuzeigen. Bis heute wurde diese Form der Ampel beibehalten.
Am Potsdamer Platz (Foto), damals dem verkehrsreichsten Platz Europas, nahm Siemens 1924 den berühmten fünfeckigen Ampelturm in Betrieb. Heute sind die Rot-Gelb-Grün-Signale weltweit aus keinem Stadtbild mehr wegzudenken. Und auch wenn sie sich in den letzten 80 Jahren äußerlich kaum verändert hat: Im Inneren der Ampel hat eine Revolution stattgefunden. Ampeln sind im Laufe der Jahrzehnte intelligenter geworden. Moderne Verkehrssteuerung berücksichtigt die aktuelle Verkehrslage und optimiert den Verkehrsfluss zum Beispiel durch „Grüne Wellen“ oder sie priorisiert Busse und Straßenbahnen oder Rettungsfahrzeuge.

