Was in England die „London to Brighton“ Rallye ist, könnte die Saxonia 100 für Deutschland werden.
Von 3.-5. Oktober findet dieses außergewöhnliche Rallye zum ersten Mal statt. Teilnehmen können Fahrzeuge, die mindestens 100 Jahre alt sind. Sachsen als traditionsreiches Automobilland wird von den Hundertjährigen von Dresden aus über Radeberg nach Meissen bereist. Auch wer ein entsprechend betagtes Fahrrad oder Motorrad besitzt ist zur Teilnahme zugelassen. Die Kulisse der historischen Städte ist einzigartig und wird dieser besonderen Veranstaltung den passenden Rahmen bieten.
Dieser außergewöhnliche Reiz veranlasst auch die Traditionsabteilung von Audi, das Fahrzeugmuseum Steim und auch das Museum AUTOVISION (Horst und Brigitte Schultz Stiftung) zur Teilnahme. Außerdem unterstützt der älteste und traditionsreichste Oldtimerclub ASC die Saxonia 100 und ist mit mehreren Teilnehmern vertreten. Darunter auch Klassiker, die bereits beim „London to Brighton“-Run Erfahrungen sammeln konnten. Inzwischen ist das Starterfeld auf über 50 Teilnehmer angewachsen.
Überfordert werden die Dinosaurier der Oldtimer-Garde nicht. Für jede Leistungsfähigkeit wird eine spezielle Route organisiert. So werden einige Fahrzeuge wie zum Beispiel der Benz Patentmotorwagen von 1888 nicht die über 100 km lange Saxonia-100-Strecke von Dresden über Moritzburg nach Meißen fahren, sondern in der Altstadt ihre Präsentationsrunden drehen.
Im Bereich des Verkehrsmuseums und im Stallhof des Dresdner Schlosses können die Besucher interessante 100-jährige Technik wie Gas- und Heißluftmotoren oder komplette Transmissionen in Funktion erleben. Die Dresdner Veteranen Fahrradfreunde präsentieren darüber hinaus im Stallhof eine sehr informative Ausstellung zur Fahrradgeschichte.
Initiiert wird der besondere Event durch Reinhardt Scholz, dem besonders daran gelegen ist, dass die lange Tradition der hohen Handwerkskunst in Sachsen erhalten bleibt und weiterhin weltweit den Ruf behält, den man sich über viele Jahrhunderte erworben hat.

