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Isle of Man: Legendentreffen auf zwei Rädern

Zwei Mal im Jahr richtet sich die Aufmerksamkeit der Motorradfans aus aller Welt auf die kleine Isle of Man. Dort findet seit 1907 die Tourist Trophy, der älteste und anspruchsvollste Wettbewerb für Zweiräder überhaupt statt.

Zwei Wochen lang steht die komplette Insel im Zeichen des Wettkampfes auf dem Snaefell Mountain Course.
Nirgendwo sonst sind die Erinnerungen an die Helden dieser Veranstaltung so lebendig, wie an der sonst eher stillen und beschaulichen Isle of Man in der Irischen See. Georg Meier beispielsweise, der in Deutschland meist außerhalb der Rennfahrerkreise weniger bekannt ist, zählt auf der Insel zu den Größten. Vor 75 Jahren gewann „Schorsch“ Georg Meier als erster Nicht Engländer die Senior Tourist Trophy mit einer BMW „Kompressor“ Maschine.
Der BMW-Erfolg im Jahr 1939 wurde komplettiert durch den zweiten Platz von Jock West, der ebenfalls auf einer RS 500 unterwegs war. Die Maschine entwickelte aus einem Hubraum von 492 Kubikzentimetern dank der mechanischen Aufladung 60 PS bei 7000 Umdrehungen in der Minute. Um die hohen Drehzahlen in den Griff zu bekommen, führten Königswellen in die beiden Zylinderköpfe, wo je zwei obenliegende Nockenwellen den Gaswechsel steuerten. Dank des niedrigen Gewichts war die Kompressor-BMW über 220 km/h schnell. Meier, der im Geländesport angefangen und erst ein Jahr zuvor seine erste Saison im Straßenrennsport absolviert hatte, erreichte bei seinem Sieg eine sensationelle Durchschnittsgeschwindigkeit von 143,723 km/h – auf einem rund 60 Kilometer langen Inselkurs, der über ganz normale Landstraßen, durch Dörfer, entlang an Häusern, Mauern und Böschungen sowie über Brücken geht, die kaum entschärft waren.

 

 

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Anfang Juni 2014 gewann der Nordire Michael Dunlop auf einer BMW S 1000 RR – 75 Jahre nach Georg Meier – wieder die Senior TT auf der Isle of Man. Mit diesem Modell, das ebenfalls während der Classic-TT-Tage gezeigt wird, hatte Dunlop zuvor schon das Superbike- und das Superstock-Rennen auf der Insel gewonnen und damit einen historischen Triple-Erfolg gefeiert.

Die BMW Group Classic präsentiert auf ihrer Ausstellungsfläche hinter dem Grandstand weitere Modelle der Vor- und Nachkriegs-Ära, darunter eine BMW R 63 aus dem Jahr 1929, die erste 750-Kubikzentimeter-Maschine der Marke, eine R 5 aus dem Jahr 1936, eine R 67 aus dem Jahr 1951 sowie eine RS 54 aus dem Jahr 1954, die als Rennmaschine für Privatfahrer konzipiert und 200 km/h schnell war.