Die „Rache der Hölle“ oder „Goldbarrenrand“ sind Namen der abenteuerlichen Off-Road-Strecken, die die Teilnehmer des Red-Rock-4-Wheelers Off-Road Clubs zurücklegen.

TEXT: Hans-Robert Richarz / Adrien Duncan
Seit 1965 lädt der „Club“ traditionell zur „Moab Easter Jeep Safari“ im 5000-Seelen-Nest Moab im US-Bundesstaat Utah ein. Das Meeting gilt als größtes und wichtigstes Treffen für Geländewagenfahrer aus aller Welt. Dort, wo zahlreiche Western wie „Rio Grande“ oder „Der Mann mit den goldenen Colts“ gedreht wurden, versammeln sich auch im kommenden Jahr (19. -27. März) Hunderte von Hard-Core-Querfeldein-Fans, um so aberwitzige Strecken wie „Hell’s Revenge“ (Rache der Hölle) oder „Gold Bar Rim“ (Goldbarrenrand) in der „Rusty Nail Version“ (nach Art eines rostigen Nagels) zu bezwingen. 2016 findet das Ereignis zum 50. Mal statt. Grund genug für Jeep, das Sondermodell Wrangler „Red Rock Special Edition“ in einer Auflage von nur 50 Exemplaren auf den Markt zu bringen. Ein schöner Anlass für Sammler …
„Die Easter Jeep Safari ist jedes Jahr das wichtigste Ereignis im Kalender eines Jeep-Enthusiasten“, so Jeep-Chef Mike Manley. „Dafür sind wir dem Red Rock 4-Wheelers Club sehr dankbar und präsentieren unser Wrangler-Red-Rock-Konzept als eine Hommage für ihn und die Enthusiasten, die bei der Safari teilnehmen und unsere Marke unterstützen.“ Das Treffen ist nicht nur bei Geländewagen-Besitzern beliebt, auch Touristen ohne Auto wollen sich den Nervenkitzel nicht entgehen lassen und zusehen, wenn allradgetriebene Fahrzeuge Hindernisse überwinden, an denen selbst Fußgänger scheitern würden.
Wenn die Fahrer und Fahrerinnen am Lenkrad Gesundheit und Stoßdämpfer riskieren, hat der Beobachter bisweilen den Eindruck, als würde die Physik pausieren. Aber dann gewinnt die Schwerkraft doch wieder die Oberhand, Kotflügel heulen gequält auf und zerbröseln, Achsen brechen oder wimmern zum Gotteserbarmen. Zum Glück ist mittlerweile die Gefällstrecke „Lion“s Back“ (Löwenrücken), wo einst sogar die Dinosaurier – uralten Spuren nach zu urteilen – scheiterten, für den Verkehr gesperrt. Dort hatten allzu viele Vierradfreaks das eigene oder das Können ihres Autos überschätzt, Kopf und Kragen riskiert und dabei manchmal beides verloren.
Inzwischen sind die einzelnen Trails wie Skipisten klassifiziert: „Circle“ steht als Pendant zu „Idiotenhügel“, „Square“ ist gesundes Mittelmaß für Könner und mit „Diamond“ sind Abfahrten gemeint, die im Winter für Skifahrer unter der Rubrik „Schwarze Piste“ laufen. Ob sich auf einer solchen Marterstrecke auch der Jeep Wrangler Red Rock Special Edition wohlfühlen wird, muss sich erst noch zeigen. Von der Papierform her könnte er das schaffen.
www.rr4w.com/site-registration.cfm.
Wer dabei sein will, kann auch vor Ort Fahrzeuge mieten.
