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Benz-Dinosaurier in Paris

Vor einigen Jahren wurden zwei schlafende Benz-Schönheiten im Merzedes Benz Museum Stuttgart und im Louwman Museum Den Haag entdeckt.

In einem Gemeinschaftsprojekt wurden die beiden Oldtimer restauriert und werden während der Retromobile (6.-10. Februar) in Paris unter dem Thema „Prinz Heinrich Fahrt“ zu sehen sein.
Obwohl die Archive von Benz und ebenso zahlreiche Fotos während des zweiten Weltkrieges zerstört wurden, konnten anhand der originalen Zeichnungen und Baupläne die heutigen Oldtimer wieder in Stand gesetzt werden. Präsentiert werden die beiden Fahrzeuge einzeln auf dem Merzedes Benz Stand und auf dem Stand des Louwman Museums.

Das Louwman Museum in Den Haag beherbergt eine der ältesten Privatsammlungen der Welt. Begonnen hatte die Familientradition mit dem Kauf eines Dodge im Jahr 1934. Inzwischen sind es 230 Oldtimer, die dort zu sehen sind. Sport- und Rennwagen der größten Rennfahrer von Indianapolis bis Le Mans, Fahrzeuge berühmter Persönlichkeiten wie Elvis Presley, Steve McQueen oder Winston Churchill und Auto-Helden, die in Kinofilmen mitgespielt haben wie beispielsweise das Taxi aus „Der Pate“ oder der Aston Martin aus dem James Bond Streifen „Goldfinger“. In Paris wird das Louwman Museum mit drei Fahrzeugen antreten: Der älteste Lastkraftwagen der Welt – ein Benz von 1894, ein Skyker Racing von 1903 mit Allradantrieb und ein Benz von 1910.

Die ‚Prinz Heinrich Fahrt‘ gehörte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den großen sportlichen Herausforderungen. Söhne aus guten Elternhäusern beweisen sich Europaweit in Rennen. Der jüngere Bruder des Kaisers Wilhelm II., Prinz Heinrich, bestritt die nach ihm benannte Fahrt. Am 10. Juni 1910 machten sich zehn Benz Fahrzeuge auf eine Reise von 1900 Kilometern quer durch Deutschland und Frankreich. Mit 80 PS und 100 PS-Motoren mit Druckschmierung und Kardanantrieb an Ketten machen sich die mit einer „Tulpen“-Karosserie ausgestatteten Fahrzeuge auf den Weg. Es waren wagemutige Fahrer, die angesichts der Straßenzustände der damaligen Zeit mit Höchstgeschwindigkeiten von 130 Kilometer pro Stunde, alles riskierten. Acht von ihnen nahmen nur wenige Monate später beim Wettbewerb von Zar Nicolas in Russland teil.

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