Dass das große Treffen zu Ehren von Carroll Shelby immer im Januar stattfindet, liegt nicht nur daran, dass man den großen Mann des Motorsports ehren will, sondern weil der Geburtstag von Carroll ein guter Anlass ist: in diesem Jahr wäre er 91 Jahre alt geworden.
Beim Petersen Auto Museum in Los Angeles gehört das „Birthday Cruise In“ zu Ehren von Carroll Shelby im Januar schon zur Tradition. Alle Arten von Shelby Fahrzeugen geben sich ein Stelldichein: die berühmten Kraftprotze Cobras, die legendären Shelby Mustangs, die Sunbeam Tigers. Und weil man es nicht so genau nimmt sind an diesem Tag auch alle anderen herzlich willkommen um auf dem Parkplatz vor dem Museum den großen Motoren zu huldigen. Replikas, HotRods und andere Special Interest-Fahrzeuge tummeln sich in großer Zahl.
„Nur wenige Menschen in der Automobilszene haben jemals den Status einer Ikone erreicht“, so Terry Karges, Direktor des Petersen Museums über Carroll Shelby. „Dieses ist sein erster Geburtstag nach seinem Tod im vergangenen Mai und uns war bewusst, dass wir einen Event für einen Mann ausrichten, dessen Einfluss auf die Automobilindustrie enorm war.“
Bis zu seinem Tod beschäftigte sich Carroll Shelby mit Kraft und Geschwindigkeit. Er war ein Visionär und seine automobilen Kreationen sollten die Automobilgeschichte verändern.
[new_royalslider id=“41″]
Seine Fahrzeuge beherrschten die Rennstrecken der Welt. Carroll Shelby wurde 1923 in East Texas als Sohn eines Postbeamten geboren. Nachdem er im 2. Weltkrieg als Pilot diente, kehrte er zurück nach Texas und gründete eine Hühnerfarm und ein kleines Unternehmen mit einigen Müllfahrzeugen. Sehr bald beteiligte er sich allerdings auch an einem Unternehmen zweier Freunde, die mit Renn- und Sportfahrzeugen handelten. Hier entdeckte Shelby seine Leidenschaft für den Rennsport. Sehr bald bauten Jim, Dick Hall und Carroll Shelby die ersten „Scaglietti Corvettes“, die auf der Chevrolet Corvette aufgebaut wurden. Shelby begann Rennen zu fahren. Seine ersten Rennen absolvierte er während seiner Freizeit in einem umgebauten 1932 Ford.
Nachdem all seine Hühner auf der Farm an einer Seuche gestorben waren, entschied sich Shelby, das Hobby zum Beruf zu machen und er wurde Berufsrennfahrer. Nachdem erAnfangs seiner Karriere noch in den Arbeitsanzügen seiner Hühnerfarm fuhr, gestaltete er sich sehr bald einen eigenen Rennanzug mit zwei Streifen. Diese beiden Streifen wurden zu seinem Markenzeichen.
Shelby wurde innerhalb weniger Jahre zu einer Rennikone. Er durfte in der Zwischenzeit für die namhaftsten Rennställe wie Ferrari, Aston Martin und Maserati fahren. Er fuhr eindrucksvolle Siege wie zum Beispiel die 24 Stunden von Le Mans ein. Zwei mal wurde er von dem Amgazin Sports Illustrated mit dem Titel „ Driver of the year“ ausgezeichnet.
Eine Herzschwäche zwang Shelby allerdings Anfang der 60er Ajhre mit dem Rennsport aufzuhören. Doch Carroll Shelby blieb dabei und widmete sich fortan dem Design von Rennfahrzeugen. Er glaubte an die Kombination von kraftvollen Motoren und bester Technik. Seine Idee: Ein kraftvoller 283 ccm Motor in einem Chassis des britischen AC Ace, da der englische hersteller seinen Motoren Lieferanten verloren hatte. Doch General Motors wollte diese Idee nicht fördern, da sie in diesem Fahrzeug eine Konkurenz zu eigenen Modellen sah.
Doch 1962 konnte Shelby seine Idee mit Ford umsetzen. Er gründete die Firma „Shelby American“ und baute den Ford Motor in einen leichten AC Ace ein. Diese mit dem Namen Cobra versehene fahrzeug wurde 1962 auf der new York Motor Show vorgestellt. Es sollte die Automobilindustrie auf den Kopf stellen.
Bals baute Shelby eigene Rennversionen seiner Cobra als Coupés und als offene Tourenwagen. Mit einem europäischen Team ging er international an den Start. Den eigenen Rennstall erweiterte Shelby noch mit einigen Ford Gts. 1966 war er der erste Mann,der die 24 Stunden von Le Mans als Fahrer, Rennstallbesitzer und Hersteller gewonnen hatte, da die Ford Gts den Gesamtsieg einholten und die Daytona Cobra den Klassensieg.
Ganz im Sinne des mit dem „Birthday Cruise In“ geehrten Carroll Shelby, dürfte die Verpflegung der teilnehmenden Besicher gewesen sein: Chilli st5and an diesem Tag auf der Museums-Speisekarte – ein Lieblingsgericht des legendären Carroll Shelby.

