Von einer Galerie auf die Rennstrecke sehen? Das kann man nicht nur in Monaco, sondern seit 2017 auch in der City Nord in Hamburg – in diesem Jahr wieder beim 17. Hamburger Stadtpark-Revival, am 8./9. September 2018.
Im letzten Jahr hat die neue Strecke am Rande des Stadtparks ihre Feuertaufe bestanden. Unisono die Begeisterung von Fahrern und Zuschauern: Endlich richtiges Renn-Feeling mit breiten Straßen und guten Zuschauerplätzen von den Fußgängergalerien und einigen Brücken in der City Nord! Renn-Fans erkennen im Straßenbogen des nördlichen Überseerings eine Parabolika à la Monza oder Hockenheim. Dazu erinnern die Büro-Architekturen der City Nord an die Stadtkurse bei den US-Gastspielen der Formel 1 in Las Vegas, Detroit und Dallas während der 1980er Jahre – oder eben an den absoluten F1-Klassiker Monaco.
Stichwort Formel-Rennwagen: Erstmals startet die 21-jährige Joel Leismann mit ihrem Renault Martini MK51 beim Revival. Seit sechs Jahren dreht Joel Leismann überaus erfolgreich am Lenkrad, etwa bei ihrem 1. Platz bei den diesjährigen Classic Motor Days in Hohenlockstedt.Nicht zuletzt die Formel-Rennwagen vermitteln authentisches Racing beim Stadtpark-Revival, in der City Nord auch auf breiten Straßen. In der offenen Formel-Klasse haben knapp ein Dutzend Fahrer gemeldet, u.a. mit dem Formel-3-Dallara, mit dem Nick Heidfeld 1997 Deutscher F3-Meister wurde.
Für Renn-Atmosphäre sorgt in diesem Jahr auch wieder Audi mit Motorsport-Ikonen und Rallye-Legenden. An den Start in sieben Sonderläufen gehen ein Audi 90 quattro IMSA GTO (1989) und ein Audi 200 quattro TransAm (1988). Auch der PS-Star, der Audi RS5 DTM mit mehr als 500 PS, wird bei den Audi-Runden Gas geben. Bei sieben Sonderläufen steuern Profis der Audi driving experience die Autos, darunter der Rallye-Pilot Harald Demuth und im Audi Safety Car die Hamburger Rallye-Legende Jochi Kleint.
Motorsport Made in Germany bietet der „BMW Melkus RS1000 Cup“ 2018, in Hamburg finden zwei der insgesamt 14 Wertungsläufe statt. Der Dresdener Rennfahrer und Konstrukteur Heinz Melkus produzierte die einzigen DDR-Sportwagen mit Straßenzulassung. Sein RS1000 galt als „Ost-Ferrari“ – flach wie eine Flunder, mit Flügeltüren und rund 200 km/h Topspeed. Nur ganze 101 Exemplare entstanden in Handarbeit.Erstmals geplant beim Stadtpark-Revival ist der Lady’s Cup als eigene, klassen-übergreifende Wertung bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen.
Die Driver‘s Night findet zum ersten Mal statt in der T.R.U.D.E. am Barmbeker Museum – passender als die ehemalige Fabrikhalle der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie kann eine Location für Oldtimer-Fahrer wohl kaum sein. www.motorevival.de





