Der Name „Meilenwerk“, der über Jahre einen vielversprechenden Klang hatte in der Oldtimerszene, scheint nun endgültig seinen Glanz verloren zu haben. Für viele Enthusiasten stand „Meilenwerk“ als Synonym für Oldtimerzentren. So wie „Tempo“ für Papiertaschentücher oder „TÜV“ für Technische Prüfstellen. Berlin-Moabit, Düsseldorf, Stuttgart, Zürichsee, Hamburg, Chiemsee – überall war der Name Meilenwerk einmal im Spiel, wenn es um automobile Leidenschaft und viel Geld ging. Auch das jüngste ehrgeizige Projekt auf Eiswerder, einer 14 Hektar großen Insel in der Spandauer Havel, kommt nun womöglich nicht zu Stande – jedenfalls nicht mit Martin Halder. Die Meilenwerk AG hat Insolvenz angemeldet.
Die Berliner Morgenpost schrieb in ihrer Ausgabe vom 10. Februar: „Die Insolvenz wurde bereits am 7. Januar beantragt, am 29. Januar wurde das Verfahren eröffnet“, so der Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma. Schon lange hatte die Gerüchteküche gebrodelt und die Oldtimerszene in verschiedene Lager gespalten. Immer wieder hatte es beim neusten Projekt nahe der Hauptstadt Berlin Verzögerungen gegeben.
Christian Malorny, langjähriger McKinsey-Berater selbst technikbegeistert und Liebhaber alter und neuer Automobile versucht nun eine Auffanggesellschaft namens „Pace & Property“ zu gründen. Das Meilenwerk-Konzept soll weitgehend umgesetzt werden wie geplant. „Aber“, so Malorny „wir stellen uns professioneller auf.“


