Der Erfolg des ‚Salon de la voiture ancienne’, wie die Pariser Klassikermesse Retromobile in schönstem Französisch heißt, verdeutlicht sich bei der 39. Ausgabe mit dem Umzug in die große Halle 1 des Messegeländes Porte de Versailles.
Jahr für Jahr hat sich die Messe mehr und mehr etabliert, mehr Sonderausstellungen organisiert und die Qualität des Angebots erhöht. Wie wichtig die Retromobile, als erste große Klassiker-Messe des Jahres in Europa ist, erkennt man auch an der Präsenz der großen Auktionshäuser. Die automobilen Schätze von RM Auctions werden am Placa Vauban (5. Februar), bei Bonhams im Grand Palais (6. Februar), von Artcurial als Platzhirsch auf dem Messegelände am 7. Februar mit gemischtem Angebot und am 8. Februar mit einer reinen Alfa Romeo Sammlung zum Aufruf kommen.
Die Sonderausstellungen
Es scheint schon fast symbolisch zu sein, dass die ehemaligen Gordini Produktionshallen genau gegenüber der Ausstellungshalle Nr. 1 waren, in der nun erstmals 15 Modelle und Straßenrennwagen von Jean Rédélé, dem Vater der Alpine zu sehen sein werden. Mit dem Sieg bei der Mille Miglia 1956 begann für das junge Unternehmen von Rédélé der Aufstieg und er demonstrierte die Ausdauer und Leistungsfähigkeit seiner Motoren. Die 24 Stunden von Le Mans, Sebring, Reims, der Nürburgring, Daytona oder die Targa Florio zählen zu den wichtigsten Stationen seiner Rennsportgeschichte.
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Die Fahrzeuge der Maharajas (Fotos: Gautam Sen)
Die jungen Wilden der Klassikerszene erinnern sich mit einer Ausstellung an 35 Jahre an die aufreibende Rallye Paris Dakar. Das Magazin Youngtimers fährt ein Dutzend Fahrzeuge auf, die an die Pionierzeiten der abenteuerlichen Veranstaltung anknüpfen, die Route wird aufgezeigt und auch die Männer, die sich dem wilden Abenteuer verschrieben hatten.
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Die Fahrzeuge der Maharadschas zeugen von einer Zeit, in der das Automobil – noch stärker als heute – Statussymbol war. Dabei geht es nicht nur um starke Motoren und gutes Aussehen, sondern auch um den besonderen Geschmack, den die Herren seinerzeit an den Tag legten – wie beispielsweise beim Schwan-Wagen. Glanzvolle Exemplare sind der Delage D( (1930), Mercedes Benz SS (1930), Delahaye Figoni & Falaschi (1938) und verschiedene Rolls Royce Phantom Modelle.
Ein Kapitel der Retromobile wird auf 400qm die Ausstellung der Fahrzeuge des 1. Weltkrieges sein, mit Panzern und Truppen-Transport-Taxis.
Mit einer Hommage ehrt die Retromobile JG Parry-Thomas und Sir Malcolm Campbell, die beide, angetrieben von der selben Leidenschaft für Rekordgeschwindigkeiten, Geschichte schrieben.
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Einzigartig in der Welt der Klassiker ist die ‚Galerie d’Art Automobil’ mit den Exponaten von 45 Künstlern in verschiedensten Richtungen von Skulptur über Gemälde bis zur Miniatur.
Die großen Auktionen
Als offizielles Retromobile Auktionshaus wartet Artcurial (www.artcurial.com) gleich mit zwei Auktionen auf. Der erste Verkauf am Freitag, 7. Februar beinhaltet rund 100 feine Automobilia und einhundert Sammlerfahrzeuge. Eines der Highlights ist sicher ein seltener Ferrari 166MM Barchetta Oblin, der irgendwo bei 3 Millionen Euro eingeschätzt wird. Am Samstag, 8. Februar kommen rund 60 Alfa Romeos zum Aufruf aus einer kompletten Sammlung.
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‚Die großen Marken dieser Welt-Auktion von Bonhams im Grand Palais an der Seine ist in jedem Fall einen Besuch wert, um einzutauchen in die besondere Atmosphäre unter dem historischen Glasdach. Bemerkenswert ist die große Anzahl an schönen historischen Motorrädern, die verkauft wird. 84 Jahre nachdem er erstmals verkauft wurde, kehrt ein Bugatti 37/35 B zurück nach Paris. Der Klassiker aus dem Jahr 1929 war einst ein Geburtstagsgeschenk, das Briton Jack Lemon Burton zum 21. Geburtstag von seinem Vater bekommen hatte. Erwartet wird, dass der Bugatti einen Preis zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Euro erzielt.
www.bonhams.com/
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Auch RM Auctions wartet mit einer ganzen Reihe von hochpreisigen Fahrzeugen auf. In diesem Jahr findet die Auktion (4.-5.2.) am Place Vauban, direkt nach dem Internationalen Automobile Festival (29.-2. Februar) statt. Eine Auswahl von Sport- und Rennwagen steht genau im Trend der augenblicklich gesuchten Sammler-Fahrzeuge. Die Harburg Competition Collection, die Sammlung des bekannten Australischen Enthusiasten und Rennfahrers Peter Harburg wird zum Verkauf aufgerufen. Er hatte sich auf Rennwagen spezialisiert wie beispielsweise den 1973 ex-Works 917/30 Can-Am Spyder, einen 1982 ex-Works 956 956 Group C Sports-Prototype, einen 1964 904 Carrera GTS, einen 1959 356 A Carrera 1500 GT Speedster und einen 1987 959. Aus dieser Sammlung stammen auch der 1955 Jaguar D-Type, ein 1955 Ferrari 750 Monza Spider, der ex-Briggs Cunningham 1950 Aston Martin DB2, ein 1969 Lola T70 und der ex-John Coombs 1971 Ferrari 365 GTB/4 Daytona.
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Infos zur Messe:

