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Schauinsland Klassik: Oldtimer & der südliche Schwarzwald

Zum bereits zwölften Mal machten sich insgesamt 103 Teams aus Deutschland, der Schweiz, Holland, Belgien und Luxemburg in ihren Oldtimern auf den Weg, um die stolzen Höhen des Schwarzwaldes und die engen Kurven des Freiburger Hausbergs Schauinsland zu meistern. Rennsport hat in der Gegend um Freiburg große Tradition: Viele Jahrzehnte lang – von 1925 bis in die achtziger Jahre – waren hier internationale Rennen ausgefochten worden und die großen Namen des Motorsports glänzten neben den neuesten Modellen der großen Hersteller.
Seit 2001 fährt man über den Schauinsland genüßlich, um die Schönheiten der Natur zu betrachten – auch wenn man trotzdem sportlich unterwegs ist.

Als Novum starten dieses Jahr bei der Schauinsland Klassik alle Teams in der sportlichen Wertung, in der auf den Wertungsprüfungen um exakte Sollzeiten gekämpft wird. Das Starterfeld biot einen Querschnitt durch fast 70 Jahre automobiler Geschichte. Das älteste Fahrzeug im Feld war ein Ford A Boattail Racer aus dem Jahr 1930. Restauriert wurde der ehemalige Rennwagen auch im Schwarzwald in Hinterzarten. Mille Miglia Teilnehmer Harald Becker pilotierte den nur sieben Jahre jüngeren Fiat 508C 1100 Sport. Ein weiteres Highlight: der TA 14/21 Baujahr 1941. Traditionell stark vertreten war auch in diesem Jahr die Marke Porsche.

Traditionell wurde am Freitag nach dem Start am Freiburger Konzerthaus die frühere Bergrennstrecke am Schauinsland in Angriff Räder genommen. Ein Anstieg auf 1200 Höhenmeter und anspruchsvolle Kurven wurden belohnt mit dem Blick ins schöne Münstertal. Auf kleinen Nebenstraßen führte die Route dem Verlauf des Wiesentals nach Süden bis nach Zell. In einer großen Schleife ging es ostwärts rund um die Hohe Möhr. Vom großen Wiesental bewegte sich der Rallye Tross westwärts über Gresgen hinab ins kleine Wiesental bis Sallneck. Über Kirchhausen, Kandern und einer Schleife rund um den 1165 Meter hohen Blauen führte die Route nach Müllheim ins Markgräflerland und zurück ins Münstertal. Den Schauinsland hinab – und schon war das Etappenziel auf dem Freiburger Münsterplatz erreicht.

Auch am Samstag begann die Route auf der historischen Schauinsland Rennstrecke. Die Belchen-Region war das erste große Ziel bevor es auf verschlungenen Pfaden hinauf bis Todtmoos und tief hinein in den Hotzenwald ging. Über Ibach und Dachsberg fuhren die Teilnehmer hinab in nördlichsten Teil des Albtals. Die wildromantische Wutachschlucht, Titisee-Neustadt und der Thurnerpass standen noch auf dem Programm bevor es zurück durch das Dreisamtal zurück nach Freiburg ging, wo am Karlsplatz die Zielflagge geschwungen wurde.