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Es waren die pfiffigen Ideen, mit denen uns Schuco Autos schon als Kinder faszinierten. Wer erinnert sich nicht an das Wendeauto, das Modellauto Accustico, den Fex 111 und den Curvo 1000? Doch begonnen hatte alles vor 100 Jahren mit Plüschtieren und einem Teddybär.
Sehen Sie hier das Video über die Historie der Spielzeuge von Schuco.
Das besondere mechanische Innenleben ließ Plüschtiere laufen, sich drehen oder winken. 1912 hatte eröffnete die Spielzeugfabrik Schreyer & Co. Eröffnet. Zum Programm, das auf etwa 150 Quadratmetern produziert wurde, zählten vor allem mechanische Spielzeuge. Unternehmer Heinrich Müller war, als er sich mit Partner Heinrich Schreyer zusammenschloss und das Unternehmen „Schreyer & Co.“gründete, gerade mal 25 Jahre alt.
Der Start des Unternehmens wurde erschwert, denn Schreyer und Müller wurden gleich zu Beginn des Krieges zum Militärdienst eingezogen. Nach dem Kriegsende stieg Schreyer aus dem Unternehmen aus und Adolf Kahn stieg 1919 als neuer Finanzier ein. Zum Kultspielzeug wurde damals der fast 20 Millionen Mal verkaufte Pick-Pick Vogel, der schließlich den Durchbruch für das junge Unternehmen bedeutete.
1921 entstand die Firma „Schuco“, deren Firmenname sich aus den Buchstaben aus „Sch“reyer „u“nd „Co“ zusammensetzte. Dieser Markenname wurde geschaffen, da die Firma im Allgemeingebrauch der Kunden als Schuco bezeichnet wurde.
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Zu Beginn der 30er Jahre begann Schuco mit der Produktion der Blechspielzeug-Autos. Anfang 1935 kam die Idee auf, die Blechspielzeug-Autos mit mechanischen Funktionen zu versehen. So entstand 1936 das wohl berühmteste Spielzeugauto aus dem Hause Schuco – das Patent-Wende-Auto 1001. Die eingebaute ausgeklügelte Mechanik sorgte nach dem Aufziehen dafür, dass das Gefährt niemals über die Tischkannte hinaus fuhr, sondern rechtzeitig reagierte. Sobald die vorderen Räder über die Tischkante hinaus ragten, griff ein 5. quergestelltes Rad und brachte das Modellauto wieder auf den Tisch zurück.
Im selben Jahr kam auch das erste Spielzeugauto zum selber bauen auf den Markt, das Set Studio Schuco 1050. Die Modelle ähnelten den damals erfolgreichen Silberpfeilen von Mercedes. Rennbegeisterte Jungs konnten sich so in der heimischen Stube ihren eigenen Renner zusammen bauen.
Völlig neuartig waren 1938 die Modellautos mit Fernlenkung und das Modellauto Examico 4001, mit Rückwärts-, Vorwärtsgang, Kupplung, Lenkradsteuerung und Handbremse. Die Schuco Modelle erlangten weltweit immer mehr Liebhaber. Es kamen immer mehr Funktionsmodelle hinzu. So zum Beispiel auch das Modell Acustico, das über einen Knopf am Lenkrad hupen konnte. Inzwischen war die Nachfrage so groß, dass die Belegschaft auf über1000 Mitarbeiter angewachsen war.
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Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Schuco Spielwaren anfangs nur in Amerika produziert. Adolf Kahn hatte 1939 aufgrund seiner jüdischen Herkunft nach Amerika auswandern müssen.
Die 50er Jahre waren extrem erfolgreich für Schuco. Jedes Jahr werden mindestens zehn neue Funktionsspielzeuge vorgestellt. Die Nachfrage ist groß.
Ende der 60er Jahre litt die Firma Schuco schwer wegen der zunehmender Einfuhr günstiger Blechspielzeuge aus China und den neuen Zinkguss-Spielzeugautos, wie zum Beispiel von Matchbox oder Dinky Toys.
Diese Entwicklung führte 1976 zum Konkurs. Mehrere Übernahmen durch diverse Unternehmen führte zu dem heutigen Unternehmen unter dem Dach der Simba-Dickie Gruppe. Schuco kann sich heute mit seinen sehr hochwertigen Modellfahrzeugen auf dem Sammlermarkt wieder behaupten.

