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Südtirol Classic Schenna: Immer wieder einmalig

Rund 40 sehenswerte Autos – einige davon besitzt mit langjährigen Teilnehmern – trafen sich am Sonntag 9. Juli in einem Tophotel in Schenna oberhalb von Meran.Ergänzt durch einige „Neue“ waren sie beim dreitägigen Vorprogramm der Südtirol Classic Schenna Rallye dabei. Einige Teams nahmen gar nur beim „Vorglühen“ teil – kein wunder, denn jeder Tag brachte sorgfältig gewählte Strecken in einmaligen Landschaften mit vielen kulinarischen Höhepunkten.

Die technische Abnahme bei der Schenna Classics führte dannzu interessanten Diskussionen über die Verwendung bzw. das Verbot bestimmter Ausrüstungen. Das Veranstaltungs-Team der Südtirol Classic hatte sich nämlich dafür entschieden, nur noch rein mechanische Wegstreckenmesser und Uhren zuzulassen. So will man zur altersgerechten Oldtimerveranstaltung zurückkehren. In der Nachbetrachtung muss festgestellt werden, dass diese Maßnahme zu mehr Chancen für alle Teilnehmer geführt hat. Es wurde auch kontrolliert, allerdings nicht lückenlos. Einzelne Handys sind jedenfalls noch ab und zu gesehen worden.

Der Abendprolog am Donnerstag der nun rund 140 Teams mit einer Durchfahrt durch die schöne Meraner Fußgängerzone – vorbei an zahlreichen applaudierenden Oldtimerfans – war ein leichter Auftakt im Gegensatz zur großen Dolomitenrunde am Freitag. Mehr als 310 Kilometer mit sechs Pässen auf über 2200 Meter verlangten den Autos und ihren Fahrern einiges ab. Die Mittagsrast auf dem Kronplatz in 2300 Meter Höhe wurde aber mit der Seilbahn erklommen, nicht mit den Autos. Am Samstag dann noch eine rund 240 Kilometer lange Panoramarunde über tolle Straßen im wunderschönen Trentino.

Mit einem Galaabend in den Gärten von Schloss Rametz endete der gesellschaftliche Teil mit Musik, Tanz und gutem Essen. Die Siegerehrung fand bei dieser Rallye erst während eines öffentlichen Frühschoppens am Sonntagvormittag statt. Die Platzierungen und Pokale standen hier nicht im Mittelpunkt, eher die Liebe zu Oldtimern und der Dank an das Orgateam. Mit das Beste aber, war die Verbannung der elektronischen Helfer und die Beschränkung auf zeitgemäße Ausrüstung!

Eine Rallye mit einer so langen Tradition, veranstaltet vom Tourismusverband wurde in diesem Jahr zum segensreichen Vorreiter bei der Besinnung auf zeitgemäße Fahrzeugausrüstung. Nur mechanische Wegstreckenmesser und Stoppuhren führen zu gleichen Chancen für alle Teilnehmer.

TEXT und Fotos Jan Hennen