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Wiederbelebung – Nach 50 Jahren zurück ins Leben

Der Sound des Rekordwagens von Sir Malcolm Campbell, ein 350hp Sunbeam wurde nach über 50 Jahren im Ruhestand, erstmals wieder in der Öffentlichkeit gehört.

Das National Motor Museum hatte den Wagen bis ins kleinste technische Detail nachbauen lassen und ihn am vergangenen Wochenende erstmals gestartet. Ein kräftiger Schwung mit der Kurbel und schon röhrte die Maschine wie in vergangenen Tagen.
Die Idee für den Wagen, der zwischen 1919 und 1920 in Wolverhampton gebaut worden war, hatte Sunbeam Chefingenieur und Racing-Team Manager Louis Coatalen. Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg war typisch für Rennfahrzeuge, die mit mächtigen Flugzeugmotoren angetrieben wurden. Der 350hp Sunbeam ist einer der berühmtesten Wagen aus der Gruppe der Luftfahrtmotoren-betriebenen Giganten.Die Kraft lieferte ein modifizierter 18.322 Liter V12 Manitou Arab Motor, wie er einst bei Wasserflugzeugen eingesetzt wurde.
Der Sunbeam, den Campbell Bluebird nannte, halt drei Land-Weltrekorde inne. Den ersten erreichte Kenelm Lee Guinness in Brooklands im Jahr 1922 mit einer Geschwindigkeit von 133,75 Meilen/Stunde. Campbell kaufte daraufhin den Wagen und lackierte ihn um und schaffte im September 1924 einen neuen Rekord bei m46,16 Meilen/Stunde in Pendine in South Wales. Im darauf folgenden Jahr verbesserte er den Rekord nochmals auf 150.76 Meilen/Stunde.

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Nach dem verkauf des Bluebird durch Campbell wechselten die Besitzer bis 1944 Harold Pratley den Wagen übernahm und ihn der Rootes Ltd (Nachfolgefirma von Sunbeam) zur Verfügung stellte. Damit das Fahrzeug repräsentativ aussah bekam es eine kleine Schönheits-Behandlung.
Lord Montagu nahm den Bluebird 1957 unter seine Fittiche, ließ ihn so restaurieren, dass er wieder fahrtüchtig war und stellte ihn im Montagu Motor Museum aus. Zwischendurch wurde der Wagen immer wieder ausgeliehen für verschiedene Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 1972 hat der Bluebird einen festen ‘Wohnsitz’ im neu eröffneten National Motor Museum.
Ein Starten des Motors im Jahr 1993 – man wollte sehen, wie es um den Zustand des Wagens bestellt ist – führte zum Desaster. Eine Ölzufuhrleitung verstopfte und der Motor bekam einen Schaden durch Kolbenfresser und Motordurchbruch. Für viele Jahre wurde der Wagen weiterhin im Museum ausgestellt. Für alle sichtbar war das Loch im Motor, ohne Kolben und Pleuel.

1987 wurde der Wagen Frisch lackiert und bekam neue Reifen. Etwa 2007 startete das Workshop-Team mit den Überlegungen und Begutachtungen, ob man den Schaden von 1993 wieder gut machen könnte. Rund 2000 Arbeitsstunden spatter, finanziert durch Spenden und freiwillige Arbeiter steht der Bluebird nun wieder auferstanden da.

Das nächste Mal wird der Sunbeam während der Messe Retromobile in Paris (5.-9. März) gestartet werden.