Wir sind wieder wer! – so verkündete der einstige deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard 1949 voller Stolz seine Parole, die wie keine andere für die beginnende Zeit des deutschen Wirtschaftswunders steht. In Zeiten politischer und soziokultureller Veränderungen etablierte sich das Auto zum Symbol des Aufschwungs. Im Hamburger Automuseum Prototy zeigt die neue Ausstellung „WirtschafsWunderWagen“ bis 7. April nicht nur Oldtimer aus diesen rasanten Zeiten, sondern auch Stücke, des täglichen Lebens.
© Automuseum Prototyp
Am Anfang stand die Währungsreform und die politische Bindung an den Westen. In den 1950er Jahren brachte das ein zügiges Wirtschaftswachstum und für breite Schichten der Bevölkerung eine deutliche Verbesserung der Lebensverhältnisse. Zusehens füllten sich die leeren Straßen. Zunächst mit Fahrrädern und Rollern und schließlich mit den ersten Wagen wie Volkswagen, DKW, Opel und Ford.
Von diesem Einstieg in die automobile Welt erzählt die Ausstellung „WirtschaftsWunderWagen“: Von den stockenden Anfängen in den ersten Nachkriegsjahren über die Roller und Rollermobile bis hin zu den Traumwagen der 1950er Jahre. In kaum einem anderen Jahrzehnt hatte das Auto einen so hohen Stellenwert wie in der Zeit des Wirtschaftswunders.

Es werden u. a. folgende Fahrzeuge gezeigt: – 1953 Hoffmann-Vespa 125 Motorroller – 1953 Lloyd LT 500 – 1953 NSU Max Motorrad – 1954 Goggo-Rollergespann – 1954 Kleinschnittger – 1956 Heinkel Kabine – 1956 VW T1 „Bulli“ Radiobus – 1957 BMW Tropen-Isetta Cabrio – 1957 Brütsch Mopetta – 1958 Zündapp Janus – 1959 FMR Tg 500 „Tiger“ Kabinenroller – 1960 Mercedes-Benz 300 „Adenauer“ – 1960 Opel Rekord P1 CarAVan – 1961 Borgward Isabella TS Coupé Cabriolet – 1961 Mercedes-Benz 300 SL Roadster
Automuseum Prototyp, Shanghaiallee 7 (HafenCity), 20457 Hamburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
© Automuseum Prototyp


