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Der Name „Pontiac“ ist auf den Indianer Häuptling „Chief Pontiac“ der Ottawa Indianer zurückzuführen. Er wurde 1906 erstmals als Marke für die Firma Pontiac Wagon & Spring Works verwendet, die bereits 1908 mit der Oakland Motor Company fusionierte und bis 1929 unter der Marke „Oakland“ Automobile herstellte.
Ab 1926 wurden günstigere Modelle unter dem Namen Pontiac gebaut. General Motors erweiterte in diesem Jahr sein Modellprogramm und erwarb daher 4 weitere Marken. Darunter auch Pontiac. Die erste Modellreihe erhielt die Bezeichnung 6-27, wobei die Ziffer „6“ für die Reihensechszylinder-Motoren und „27“ für das laufende Produktionsjahr 1927 stand. Nach einer weiteren Modifikation der ersten Serie 6-27 zu dem Modell New Finer 6-27 wurde 1928 das hier gezeigte Modell 6-28 produziert.
Bei den Six-Tourern, wie die Serie auch genannt wird, prangt auf dem Kühlerdeckel das Konterfei eines friedlichen Indianers mit drei Federn. Dies ist ein Hinweis darauf, dass es sich bei dem Modell um einen Mittelklasse-Wagen handelt. Die früheren Pontiac Luxusversionen tragen einen Indianer mit vollem Häuptlings-Schmuck auf dem Kühlerdeckel.
Die Chassis wurden mit Landaulet und Phaeton Karosserien unterschiedlicher Karossiers ausgestattet, bei dem gezeigten Modell beispielsweise mit einer offenen Stuart Karosserie, erkennbar an der geschwungenen seitlichen Sicke. Bei den 6-28 Modellen wurde die Kühlermaske etwas abgeflacht und die gesamte Front etwas niedriger gebaut, so dass eine elegantere Linie entstand.
Unter der Motorhaube findet sich der 3,1 Liter Reihen-Sechs-Zylinder Motor der durch einen neuen Vergaser in der 1928 Bauserie eine Leistung von 35 KW bei 2850 U/min erreicht. Diese Motoren gelten als besonders robust und ausdauernd. Auch bei größter Kälte springen sie ohne Probleme leicht an, wie man bereits in zeitgenössischen Werbeanzeigen lesen kann.
Optional konnte man bereits damals beim Kauf die 12-Speichen Holzräder auf massive Stahl-Felgen umrüsten lassen. Alle vier Räder sind bereits mit Trommelbremsen ausgestattet.
In den drei Produktionsjahren der „Chief oft he sixes“ Produktion von 1926 bis 1928 wurden rund 414 000 Exemplare gebaut.
