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Um die Geschichte und die Visionen von Enzo Ferrari zu erleben, muss man nur nach Modena reisen. Neben dem Haus, in dem der Vater der legendären Rennmaschinen aufgewachsen ist wurde vor einigen Jahren das Museo Enzo Ferrari errichtet.
Sehen Sie hier das exklusive Video über das Oldtimer Museum Casa Enzo Ferrari in Modena.
Früher gab es Wechselausstellungen – jetzt wurde eine aufwendige Zeitreise installiert.
Um die Geschichte und die Geschicke der Marke und ihres Machers zu verstehen gehen wir auf Zeitreise. Auch die ausgestellten einzelnen Fahrzeug-Modelle unterstreichen die Kunst des Automobilbaus in Modena und die von Ferrari. In keiner anderen Region der Erde schrieben Talent, Leidenschaft und Können eine vergleichbare Automobilgeschichte. Modernste Technik verbindet sich in der neuen Show mit Aufbruchsstimmung, bitteren historischen Konflikten und die aufregende Massenmobilisierung und den 1950er Jahren. Das war übrigens ein einschneidender Moment in der Geschichte von Ferrari – in dem man sich dafür entschied, nicht mit dem Hauptstrom zu schwimmen, sondern exklusive Fahrzeuge, die sich auch auf der Rennstrecke wohlfühlten. Eine Entscheidung, die die Geschicke des Unternehmens auch bis in die heutige Zeit brachte. Heute wird Ferrari gelenkt von Luca di Montezemolo, der das Ruder von Enzo Ferrari übernahm. Die alten Ideen werden übersetzt in die neue Zeit, getragen durch die Unterstützung von Piero Ferrari, dem Sohn des Gründers.
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Die Geschichte der Lightshow
Im Alter von 21 Jahren bestritt Enzo Ferrari in Parma-Poggio di Berveto sein erstes Rennen. Man schrieb das Jahr 1919 und er fuhr mit einem CMN 17/20, mit dem er den 4. Platz in der Klasse bis 3000cc belegte. All seine bedeutenden Siege, die Ferrari als Rennfahrer einfuhr, erbrachte er für Alfa Romeo. Das tanzende pferd, das schließlich zum Markenzeichen der Scuderia Ferrari wurde, bekam Enzo verliehen von der Countess Baracca, für seinen Sieg beim Savio Rennen 1924 in einem Alfa Romeo RL Super Sport.
Enzo Ferrari entschied sich im Jahr 1929 seine eigenes Rennteam, die Scuderia Ferrari ins Leben zu rufen. Ab 1931 hörte er auf selbst rennen zu fahren und unterstützte stattdessen seine Fahrer und ihre Fahrzeuge. Das erste Rennen bestritt die neue Truppe 1932 bei den 24 Stunden von Le Mans. Die besten Fahrer – wie Tazio Nuvolari – wurden engagiert. Die Rennabteilung von Alfa Romeo war in Modena und hier baute man auch den Bitmore, ein Fahrzeug, das den Geschwindigkeitsrekord am 15. Juni 1935 mit 321.420 Kilometer/Stunde fixierte. Das Model 158, gebaut im Jahr 1937, war dank seiner hervorragenden Technik in der Lage (nach einigen kleineren Modifikationen) die erste Formel 1 Weltmeisterschaft 1950 und 1951 (Fahrer Nino Farina und Manuel Fangio) für sich zu entscheiden.
1938 wurde Ferrari für ein kleines Intermezzo Chef des Alfa Romeo Rennstalls – bis im August 1939 die Verbindung aufgelöst wurde. Enzo ging nach Modena, startete die Konstruktion seiner eigenen Fahrzeuge. Trotz dem Beginn des 2. Weltkrieges baute Enzo zwei 8-Zylinder 1500 cc Sportwagen. Sie waren für die Mille Miglia gedacht und für den normalen Straßengebrach unter dem Namen „Auto Avio Costruzioni“. Diese beiden Alfa-roten Automobile namens 815 wurden von Rennfahrer Alberto Ascari und Lotario Rangoni Machiavelli aus Modena gekauft. Zunächst dominierten die beiden Wagen in ihrer Klasse, mussten dann jedoch auf Grund technischer Probleme ausscheiden. Der zweite Weltkrieg begann.
Am Freitag, 14. März 1947 war es endlich soweit: der erste Ferrari namens 125 S verließ die Werkstatt in Maranello, wohin Ferrari die Firma im Jahr 1943 verlegt hatte. Hier taucht auch erstmals das tanzende Pferd in klassischem schwarz in Kombination mit dem Namen Ferrari auf. Es war der erste Ferrari, mit dem Ferrari als Konstrukteur seinen ersten Grand Prix Sieg für sich verbuchen konnte. Man schrieb den 25. Mai 1947.

