Ein elegantes Coupé für regengraue Tage oder ein luftiges Cabriolet für sonnige Sommerstunden:
Was seit der Erfindung des Automobils eine Entweder-oder-Entscheidung bedingte, kombinierten die Peugeot Eclipse Modelle 401 und 601 erstmals serienmäßig durch elektrisch faltbare Dachkonstruktionen. Davon kündete auch der Name Eclipse, symbolisierte er doch die Sonnenfinsternis bei geschlossenem Dach. Mit den spektakulären 401 und 601 Eclipse hatte Peugeot aber auch wieder zwei potentielle Gewinner der damals populären Concours d’Elégance im Portfolio, die beste Basis, um Oberklasse-Kunden von Konkurrenten abzuwerben. Vor allem der aerodynamisch gezeichnete 601 mit dem ersten französischen Sechszylinder seit der Weltwirtschaftskrise. Hinzu kam die fortschrittliche Fahrwerkstechnik mit unabhängiger Vorderradaufhängung, die beide Eclipse-Modelle kennzeichnete. Trotz seiner repräsentativen Länge von fast fünf Metern und der umfangreichen 2 Dachmechanik begnügte sich der 44 kW (60 PS) starke Peugeot 601 Eclipse mit einem Leergewicht von nur 1.436 Kilogramm. Eine frühe Form effizienten Leichtbaus kennzeichnete auch das 32 kW (44 PS) leistende Vierzylinder-Modell 401 Eclipse, das nur 100 Kilogramm mehr wog als ein klassisches 401 Cabrio. Entsprechend vorteilhaft waren die Fahrleistungen und auch die Verbrauchswerte der Vier- und Sechszylinder mit damals bescheidenen Werten von zehn bzw. zwölf Liter pro 100 Kilometer.
[new_royalslider id=“227″]
Allerdings spielten Unterhaltskosten für die Käufer der ersten Coupé-Cabriolets noch eine nachgeordnete Rolle. Tatsächlich waren es vor allem die Aufpreise von 30 bis 50 Prozent gegenüber konventionellen Cabriolets, die die Gesamtauflage der frühen Eclipse auf ein niedriges dreistelliges Niveau begrenzten. In den Zirkel der Traumwagenhersteller fand Peugeot aber Einlass, dazu trugen auch Coupé-Cabrios mit Sonderkarosserien bei. Etwa der legendäre 601 Eclipse des französischen Literaten und Regisseurs Marcel Pagnol. Mit zukunftsweisender Pontonform wurde dieser Stromlinien-Eclipse sogar Kinostar im Spielfilm „Le Schpountz“. Von Kleinserien zum meistgebauten Coupé-Cabrio aller Zeiten Die Stromlinie war es auch, die neuen Schwung in die Verkaufszahlen aller Eclipse in Serienform brachte. „Raketendesign aus Sochaux“ nannte die Presse das futuristische Design des aerodynamischen Peugeot 402 mit markanten Scheinwerfern, die hinter dem Kühlergrill verborgen waren. Die bis zu 5,30 Meter langen 402 Eclipse gab es ab 1936 gleich in einer Vielzahl an Ausführungen: mit manuell versenkbarem Hardtop, elektrisch versenkbarem Dach, zwei Radständen, einer oder zwei Sitzreihen und verschiedenen Vierzylinder-Motoren. Sogar ein Dieselmotor ging beim 402 in die Erprobung. Fast 600 Käufer bestellten das luxuriöse Allwetter-Cabrio.

