Mit 350 Sonnentagen ist Palm Springs, die Oase in der kalifornischen Wüste, gesegnet. Die Snowbirds, wie die amerikanischen Senioren genannt werden, die über die Wintermonate das herrliche Klima genießen, wissen also genau, warum sie sich diesen Ort am Fuße des majestätischen San Jacinto Mountains gewählt haben. Zum zweiten Mal fand nun hier der Desert Concorso statt. Herrliche Fahrzeuge, hochklassige Oldtimer, seltene Neufahrzeuge – nur die Location, so meinen Experten, hätte noch Entwicklungspotential. Muss ein guter Concours auf einem legendären Golfplatz stattfinden oder in einem Schlosspark, damit er funktioniert?
Nach dem fulminanten Start im vergangenen Jahr – man hatte das Shadow Mountain Resort in Palm Desert als Austragungsort gewählt – fand die diesjährige Veranstaltung im Baseballstadium statt. Statt verlockendem Grün und malerischen Wasserfällen schmückten in diesem Jahr Stadion-Zäune die Aussicht.
Beeindruckend waren aber die ausgestellten Fahrzeuge und ihre Vielfältigkeit. Besonders die Kollektion an Rennwagen aus den Jahren 1950 – 1958 war bemerkenswert: Cunningham C-3, Jaguar XK140, Mercedes-Benz 300 SL, ein Mercury Coupe Baujahr 1960 und auch ein Baldwin Special. Das Petersen Automotive Museum brachte aus Los Angeles eine Corvette mit Scaglietti-Karosserie und einen Benz aus dem Jahr 1923. Aus San Diego wurde ein Duesenberg Model J Baujahr 1929 mit LeBaron Karosserie beigesteuert. Maserati Ghibli SS, Aston Martin MKIII Bj. 1959, Lamborghini 350 GT und Ferrari GT reihten sich nebeneinander.
In einem sind sich die Experten einig: Die Wintersaison in Palm Springs hat großes Potential ein Gegengewicht zu werden zum berühmten Pebble Beach Concours im Sommer.


