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Freiheitslauf fuer Oldtimer

Ungewhnlich mild war es in London, die Dunkelheit hllte noch alles ein, da versammelten sich am 3. November fast 400 wegweisende Oldtimer mit ihren Fahrern und Passagieren im Hyde Park und warteten auf den Tagesanbruch, um den Start des Bonhams London to Brighton Veteran Car Run zu signalisieren.

Vor mehr als 120 Jahren fand der ursprngliche Emanzipationslauf, der 1896 zur Feier des frisch verabschiedeten Gesetzes ber Lokomotiven auf Straen zelebriert wurde. Dies erhhte das Tempolimit fr „leichte Lokomotiven“ von 4 auf 14 Meilen pro Stunde und beseitigte die Notwendigkeit, dass ein Mann mit einer roten Fahne vorausgehen musste.

Als Ausdruck dieser neu gefundenen Freiheit beginnt der jhrliche Lauf immer mit dem symbolischen Zerreien der roten Fahne – ein Ritual, das in diesem Jahr vom bekannten TV-VIP und Oldtimer-Enthusiasten Alan Titchmarsh zusammen mit Ben Cussons, dem Vorsitzenden des Royal Automobile, durchgefhrt wurde.

Als das Tageslicht alles in ein leichtes Dmmerlicht tauchte, fuhren sieben Motorrder vor 1905 und sieben Motorrder vor 1905 ebenfalls nach Brighton, und die beiden Hochradfahrer erregten Bewunderung, als sie sich auf den Weg zum Madeira Drive in Brighton machten .

Dann, genau um 6:56 Uhr morgens, wurden die ersten der Pferdekutschen aus der Zeit vor 1905 mit den frhesten viktorianischen Fahrzeugen in Fahrt gesetzt. Sie bahnten sich ihren Weg und zischten durch Wellington Arch den Constitution Hill entlang, am Buckingham Palace vorbei. Whitehall und Parliament Square und dann ber Lambeth Bridge, gesegnet mit dunstigem Sonnenschein am frhen Morgen. Hier teilte sich die 60-Meilen-Route in zwei Teile, wodurch die Verkehrsstaus in Sd-London gemildert wurden.

Die Hlfte der Teilnehmer folgte der traditionellen A23-Route ber Kennington, Brixton und Streatham Common. Die andere Hlfte reiste ber Vauxhall, Clapham Common und Tooting. Die beiden Routen trafen sich dann auf der A236 nrdlich von Croydon, und die gesamte Kavalkade vereinigte sich wieder, als sie zum zuschauerfreundlichen Punkt auf halber Strecke in der Crawley High Street, den South Downs und schlielich der Kste des Madeira Drive in Brighton fhrte.

Von Hyde Park aus fuhr zunchst ein einzylindriger, 1,5 PS starker Velo-Benz aus dem Jahr 1894. Zu den frhen Startern gehrte auch der 1896er Salvesen Steam Cart, eine Dampflokomotive, die mit Heizer fuhr, der die Kohle in den feurigen Ofen des Kessels schaufelte sowie eine stimmungsvolle Choo-Choo-Dampfpfeife bettigte. Mit dabei waren auch eine Reihe primitiver motorisierter Dreirder mit Fahrern und Passagieren in historischen Kostmen.

Danach folgte eine erstaunliche Vielfalt an antiken Maschinen aus der Zeit innovativer und experimenteller Fahrzeuge – einige mit Benzinantrieb, andere mit Dampf- und Elektrizittsantrieb, wie der Papst Waverley aus dem Jahr 1901, der dem weltberhmten Knightsbridge-Laden Harrods gehrt. Einige sind mit Lenkrdern ausgestattet, andere mit von der Marine inspirierten Motorhacken und Helmen.

Insgesamt waren 120 verschiedene Marken vertreten, von Adler (gebaut in Frankfurt, Deutschland) bis Yale (von Toledo in Ohio, USA) – einige, wie Cadillac, Renault, Vauxhall und Mercedes, die heute noch bekannt sind. Aber die berwiegende Mehrheit ist lngst vergessen. Viele Autos und Crews trugen Schnurrbrte, um Movember, den offiziellen Charity Partner der Veranstaltung, zu untersttzen.