Beim Belastungs-Wettbewerb London-Exeter-Trial gewann der Morgan ThreeWheeler seinerzeit eine Goldmedaille und sorgte damit fr den kometenhaften Aufstieg der Marke im Rennsport. Heute ist der Oldtimer eher ein Exot mit viel Fahrspa.
Dieses Fahrzeug sieht nicht nur exotisch aus, es fhrt aus so. Der Morgan Three-Wheeler ist ein Oldtimer der seinem Fahrer einiges an Fahrvermgen abverlangt – aber auch mindestens ebenso viel Spa bringt.
Erste Erfahrungen mit motorisierter Unterstzen sammelte der sptere Firmengrnder Henry Frederick Stanley Morgan im Alter von 21 Jahren, als er sich von seinem Ersparten ein „Eagle Tandem“ – einen Three-Wheeler mit wassergekhltem 8hp DeDion Motor kaufte und ihn wegen seiner Unzuverlssigkeit stndig reparieren musste.
Im Jahr 1909 schlgt die Geburtsstunde der Morgan Three-Wheeler. Henry Morgan hatte sich einen 7hp Peugeot Motorrad-Motor auf ein steifes Fahrwerk montiert und von seinem Freund Stephenson Peach das Chassis bauen lassen. Er nannte sein dreirderiges Gefhrt Morgan Runabout. Die Fahreigenschaften waren bemerkenswert. Die unabhngige Vorderradaufhngung war fr die damalige Zeit eine echte Besonderheit und der verwindungssteife Rahmen und das geringe Gewicht machten aus dem Morgan Three-Wheeler einen richtigen Flitzer, der es mit vielen vierrdrigen Fahrzeugen aufnehmen konnte. Auerdem zhlte ein Three-Wheeler steuerlich gesehen nicht als Auto, sondern noch als Motorrad.
Schon 1910 lie sich Morgan seine Konstruktion patentieren und gewann im Jahr 1911 die Goldmedaille beim Belastungswettbewerb „London-Exeter-Trial“. Zu jener Zeit war das die Grundlage fr weitere Geschfte, denn ein Fahrzeug, das robust genug war dieses Rennen zu gewinnen, stieg auch in der Gunst der Kufer.
Zwei Jahre spter produzierte die Morgan Motor Gesellschaft eine kleine Serie von Rennwagen. Einen davon kaufte sich Mc Minnies und fuhr damit beim franzsischen Cyclecar Rennen 1913 in Amiens zum Sieg – obwohl er unterwegs noch den Schlauch seines Reifens wechseln musste. Das Model bekam den Namen „Grand Prix“ und blieb ber Jahre sehr beliebt. Nachdem Sieg von McMinnies, wurden Three-Wheeler in Frankreich besonders populr.
Mit Ende des ersten Weltkriegs stieg die Zahl der verkauften Morgans beachtlich an.
Die Gebrder Roger und Andr Darmont bernahmen schlielich die Lizenzproduktion fr Frankreich und bauten in ihrer Fabrik in Courbevois, einem Vorort von Paris die Darmont-Morgans aus angelieferten englischen Teilen. 1920 produzierten die Darmonts bereits 14 Fahrzeuge pro Woche und begannen auch eigene Karosserien und ganz eigene Modelle zu entwickeln.
Der hier gezeigte Morgan Darmont Sport aus dem Jahr 1923, ist ein besonders seltenes Exemplar. Angetrieben durch einen auen liegenden 1100 cc wassergekhlten Darmont Jap-Motor mit zwei Zylindern und Magnetzndungen, brachte es das Gefhrt auf 140 km/h.
In Frankreich wurden die Darmont-Morgans bis 1936 gebaut. Im Juli 1952 verlie der letzte Three-Wheeler, ein „F“-Super mit Ford-Motor, die Fabrik der Morgan Motor Company.
| Technische Daten Morgan Three-Wheeler Darmont Sport | |
| Vorstellungs Datum | 7. Mrz 1923 |
| Bauzeit | von 1923 bis 1927 |
| Kathegorie | Cyclecar |
| PS | 9 |
| Motor | V2 |
| Gebaut von | mag oder JAP |
| Khlung | Wasser und Luft |
| Bohrung | 84 mm x 99 mm |
| Hubraum | 1099 |
| Getriebe | 2 Gang |
| Hchstgeschwindigkeit | ca 100 km/h |
| Verbrauch | 6 Liter pro 100 km |

















