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Um in den 50er und 60er Jahren den Anschluss an die westlichen Industrienationen zu schaffen, wurde die damals hochmoderne Hauptstadt Brasilia errichtet.
Sehen Sie hier das exklusive Video über den Puma 1600 GTE
Hohe Einfuhrzölle auf Import-Fahrzeuge sollten die in Brasilien produzierten Autos besser verkäuflich machen. Große Konzerne wie Volkswagen und General Motors bauten daraufhin ihre Produktionsstätten in Brasilien stärker aus. Die Folge waren viele erschwingliche, praktische Modelle und kaum zweisitzige, moderne Sportwagen.
Bereits seit den 50er Jahren gab es in Brasilien kleine Serienfertigungen auf der Basis von DKW Teilen. Die DKW-Malzonis waren in Rennen sehr erfolgreich. Ihr Erbauer Rino Malzoni weitete die Produktion aus und im Jahr 1967 entstand die Firma „Puma Indústria de Veículos S.A.“ und die Produktionszahlen von 35 Fahrzeugen pro Jahr wurde vervierfacht.
Die Basis für die Puma Sportwagen Varianten lieferte vorwiegend der Karmann Ghia, der ab Mitte der 60er Jahre auch in Brasilien erhältlich war.
Das hier gezeigte Modell von 1980 ist bereits wie alle späteren Modelle auf der Basis eines Zentralplattformrahmens des Volkswagen Brasilia (Plattform Typ-102) aufgebaut. Die schnittige Sportwagen Karosserie ist aus Kunststoff gefertigt. Die Form erinnert an die des Porsche 911, gepaart mit Design-Elementen des Opel GT oder des Ferrari Dino.
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Alle Anbauteile des Puma GTE, wie z.B. die Türen oder Scheiben tragen eine spezifische Identifikations-Nummer, damit diese ohne große Anpassungsarbeiten am Fahrzeug angebaut werden können. Dies diente der Senkung der Produktionskosten, da der Produktionsprozess beschleunigt werden konnte.
Das „E“ in der Bezeichnung GTE steht für die Puma Exportmodelle, die vorwiegend für den Exportmarkt USA, Kanada, Venezuela, Chile, Frankreich, Italien, Griechenland und auch Deutschland bestimmt waren. Insgesamt kamen zwischen 1971 und 1980 vermutlich ca. 80 Pumas nach Deutschland. Unter anderem das hier gezeigte Fahrzeug aus der späten Serie ab 1976.
Erkennbar ist die späte Serie ab 1976 an dem neu gestalteten steilen Heck. Die Heckscheibe ist nach innen geneigt und wo zuvor seitlich am Heck Lufteinlässe waren, sind nun zusätzliche kleine Seitenfenster um den Blick nach hinten zu verbessern.
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Das Puma GTE Coupé bietet dem Fahrer einiges an Fahrspaß. Im Heck wirkt der 1,6 Liter Vierzylinder-Boxermotor mit einer Leistung von 55 PS bei 4200 U/min. Laut Werksangabe erreicht der Wagen mit den 9,7 kg/PS Leistungsgewicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Ein vollsynchronisiertes Viergang-Getriebe überträgt die Kraft auf die Hinterachse.
Eine sehr tiefe Straßenlage mit einer Bodenfreiheit von 170mm und das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorne und hinten unterstützt das sportliche Fahren. Scheibenbremsen an den Vorderrädern und Trommelbremsen hinten sorgen für den sicheren Stillstand.
Zwei Jahre nach Einführung des Puma GTS mussten Kunden bereits 12 Monate auf ihr Fahrzeug warten, da die Nachfrage groß war. Einen wesentlichen Schub der Produktionszahlen erfuhr der Puma, als einige der Modelle als Kitcars in die USA exportiert wurden. Auch nach Südafrika, Canada und Australien wurden die Fahrzeuge exportiert, daher finden Liebhaber in diesen Ländern durchaus noch einige gut erhaltene Exemplare.

