Die italienische Marke OM steht in den 1920er Jahren fr erfolgreiche Rennsportfahrzeuge. Heute sind diese Oldtimer begehrte Klassiker, mit denen die schnsten Rennsportveranstaltungen der Welt erobert werden.

Der italienische Automobilhersteller Officine Meccaniche, kurz OM genannt, war Anfang des 20. Jahrhunderts fr seine robusten und erfolgreichen Rennsportwagen bekannt. Besonders der OM 665 Superba berzeugte durch seine zahlriechen Erfolge im Rennsport. Die Typenbezeichnung des OM 665 leitet sich von der Anzahl der Zylinder des Reihensechszylinder-Motors und der 65mm Bohrung der einzelnen Zylinder ab. Superba heit bersetzt superb. Der 2-Liter Motor des OM 665 Superba leistete bei 4500 U/min ganze 55 PS. Zwar waren die Motoren der Konkurrenz meist leistungsstrker, aber das geringe Gewicht und die besonders leichtgngige Lenkung verschafften dem OM 665 Superba merkbar Vorteile. 1925 traten drei OM 665 Fahrzeuge in Le Mans in der Klasse unter 2 Litern an. Sie fuhren den vierten und fnften Platz im Gesamtsieg ein. Der dritte OM fiel in der 81. Runde aus. 1929 fuhr das Team Morandi und Rosa bei der Mille Miglia auf den dritten Platz im Gesamtsieg. Die Liste der Siege zwischen 1925 und 1931 wurde immer lnger und ist mit auf 469 Siegen beachtlich. Bei der Targa Florio 1925 fuhr brigens ein OM hinter vier Bugattis ber die Ziellinie.
Dieser hier gezeigte OM 665 Superba wurde 1927 gebaut. Hergestellt wurden die OM 665 Modelle bis 1932 in in den verschiedensten Modifikationen und Karosserieaufbauten. Kurze und lange Chassis, verschiedene Motorengren, teils sogar mit Kompressor und stets mit einem neuen Krzel hinter der Typenbezeichnung. Die Getriebeeinheiten wurden ber die Jahre hinweg kontinuierlich verbessert.
Das hier gezeigte Fahrzeug ist eines der Modelle mit kurzem Chassis, die fr die Mille Miglia Teilnahme aufgebaut wurden. Auf dem kurzen Chassis ist ein zweisitzige Roadster Karosserie. Die MM Modelle zeichnete ein geringeres Gewicht und eine hhere Kompressionsrate aus. Das Lenkrad sitzt, wie fr die damalige Zeit blich, auf der rechten Seite.
Mitte der 20er Jahre erhielt OM die Lizenz, die Schweizer Saurer Dieselmotoren zu produzieren. Damit wurde die Produktion der Personenfahrzeuge langsam eingestellt. Anfang der 30er Jahre wurde OM von FIAT bernommen und produzierte von dort an nur noch Lastwagen und Busse. Aus dieser Firma ging Mitte der 70er Jahre die Firma IVECO hervor.




































