Wenn man das Wetter als Ausdruck für eine gelungene Veranstaltung nehmen würde, könnte man das diesjährige Silverstone Classic schon deshalb loben.
Doch dafür können die Organisatoren nichts. Jedoch zogen 22 verschiedene Rennen, Jubiläums-Paraden, zwei Rock-Konzerte, Ausstellungen verschiedener Auto-Legenden und ein voll gepacktes Umfeld für die Familie tausende von Besuchern an die Rennstrecke.
Der Geburtstag 100 Jahre Maserati und eine große Ausstellung von Grand Prix Fahrzeugen zum 50. Grand Prix in Silverstone markierten die Höhepunkte der Präsentationen.
Bei den Formel 3 Fahrzeugen stand der Wettbewerb um die Brian Henton Trophy auf dem Programm am Sonntag. Am Ende ging es um eine halbe Sekunde, die bei den Top-Sieben über die ersten Plätze entschied. Platz 1 belegte Nick Padmore (March 783): 10 Runden, Platz 2 Martin Stretton (Martini MK39): +8.045, Platz 3 David Shaw (March 803B): +16.043.
Für Sportwagen mit Baujahr vor 1956 war die Woodcote Trophy vom Royal Automobile Club ausgelobt. Alles, was ein klassisches Ausdauer-Rennen so spektakulär macht, war bei dieser Schau dabei: Dramen in der Boxengasse und atemberaubende Fahrten durch die Reihen der Konkurrenten. Der Cooper-Jaguar T38 mit Frederic Wakeman lag in Führung. Lange Zeit schien sich daran nichts zu ändern, bis in der Mitte des Rennens der Boxenstopp zunächst alles durcheinander würfelte. Doch am Ende ging das Team Frederic Wakeman/Patrick Blakeney-Edwards (Cooper T38): 23 Laps als Sieger durchs Ziel, als Nummer zwei folgten John Pearson/Gary Pearson (Jaguar D-type): +13.376, auf Platz drei schoben sich Geraint Owen/Charles Knill-Jones (Kurtis 500S): +37.082.
Die historische Formel Junior entschied Sam Wilson (Lotus 22/20): 9 Laps für sich. Gefolgt von Jonathan Milicevic (Cooper T59): +2.054 und David Methley (Brabham BT6): +4.632.
Eines der spektakulärsten Duelle des gesamten Wochenendes wurde im Rahmen der RAC Tourist Trophy for Historic Cars (Pre-63 GT) ausgetragen. Da hieß es Ferrari versus Jaguar und man erinnerte sich an frühere Silverstone Rennen. Jackie Oliver – früherer Sieger des klassischen 24-Stunden-Rennens trieb seinen gelben Ferrari 250 GT an, nachdem drei Fahrzeuge auf gleicher Höhe die Eröffnungsrunde gefahren waren. Da passierte es: Oliver rutschte in einem dramatischen Augenblick über die Linien und nur seine große Erfahrung als Rennwagen-Pilot rettete das Auto. Er verlor aber drei Plätze und musste die Führung an den Jaguar E-Type von James Cottingham abgeben. Ein erbitterter Kampf folgte. Schließlich raste Olivers Teamkollege Gary Pearson mit dem gelben Ferrari zum Sieg (Jackie Oliver/Gary Pearson (Ferrari 250 GT Berlinetta SWB): 19 Laps) vor Cottingham (James Cottingham (Jaguar E-type): +20.541). Auch der Kampf um den letzten Podestplatz war nicht weniger spannend und Martin Hunt/Patrick Blakeney-Edwards (AC Cobra): +49.633 landete auf Platz 3.
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Die FIA Masters Historic Formula One entschied Martin Stretton (Tyrrell 012): 11 Laps für sich. Auf Platz zwei: Steve Hartley (Arrows A4): +2.675, Platz 3: Christophe D’Ansembourg (Williams FW07/C): +8.528
Ein Mercedes C11 dominierte das Group C Endurance Rennen.
So blieb es während der gesamten 16 Runden und Bob Berridge (Mercedes C11) fuhr aufs Siegertreppchen. 2. Justin Law (Jaguar XJR8): +28.488, 3. Steve Tandy (Nissan R90): +56.732.
Aus den 1990ern stammten die teilnehmenden Fahrzeuge der
Jet Super Touring Car Trophy. Zwanzig Minuten dauerten die Rennen. Es siegte Rob Huff (Ford Mondeo): 10 Runden, 2.James Dodd (Honda Accord): +0.710, 3. Stewart Whyte (Honda Accord): +23.542.
Beim Rennen um die Jack Brabham Memorial Trophy für Pre ’66 Grand Prix Fahrzeuge stoppte ein früher Unfall den Ablauf. Beim Restart zog Jason Minshaw mit seinem Brabham BT4 an allen vorbei. Er konnte sich bis zum Ende behaupten. Platz 1: Jason Minshaw (Brabham BT4): 7 Laps, Platz 2: Jon Fairley (Brabham BT11): +1.482, Platz 3: Miles Griffiths (Cooper T51): +8.216.
Die Maserati Centenary Trophy für HGPCA Pre ’61 Grand Prix Fahrzeuge holte sich Philip Walker mit einem Doppelsieg auf dem Silverstone Grand Prix Circuit mit seinem Lotus 16 nach 8 Runden.
Zweiter: Julian Bronson (Scarab Offenhauser): +3.146, Dritter wurde Tony Wood (Maserati TecMec): +24.029.
Nach 34 Stunden Rennspaß legten die Veranstalter noch einmal auf und schickten die Klassiker zum Wettbewerb um die Mustang Celebration Trophy auf die Strecke. Es gewann im Ford Falcon nach acht Runden Leo Voyazides , vor Mike Gardiner ebenso in einem Ford Falcon: plus 19.353 Sek., Dritter: Tom Roche (Ford Mustang): 21.489
2015 feiert man bereits das 25. Mal beim größten Motorsport Event der Welt in Silverstone.

